RWTH Aachen und EMIC fördern innovative Lernmethoden

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen und das European Microsoft Innovation Center (EMIC) haben im Rahmen ihrer Zusammenarbeit zwei Schulen in Deutschland und den Niederlanden mit LEGO Robotic Invention Kits ausgestattet. Mit der Spende sollen innovative Lehrmethoden im Schul- und Hochschulbereich gefördert werden.

10.07.2004 Pressemeldung Microsoft Deutschland GmbH

Der Lehrstuhl für Mobilfunknetze an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RWTH Aachen entwickelte einen neuen praxisorientierten Laborkurs. Das so genannte "Smeagol-Lab" (Small Embedded Advanced and General Objects Laboratory) soll neue Konzepte für Netzwerke mit eingebetteten Computersystemen (Embedded-Networking) vermitteln, und die Entwicklung von Innovationen durch Studenten im Hochschulunterricht fördern. Das EMIC und Microsoft Research unterstützen den Aufbau des Smeagol-Lab sowohl mit Geldmitteln als auch durch Bereitstellung von Software. Wesentliches Ziel des Laborexperimentes ist es, die Studenten durch den Einsatz von LEGO-Robotern und Mobilfunktechnologien zur Entwicklung neuer Embedded-Networking-Konzepte zu motivieren. Dabei sollen sich die Studenten im ersten Projektjahr auf Konsumartikel des täglichen Bedarfs und digitale Spielzeuge konzentrieren.

Darüber hinaus wurde im Rahmen des Smeagol-Lab eine neue Initiative an Grundschulen gestartet. Die RWTH und das EMIC stellen der Maastricht International School und der Eschweiler Liebfrauenschule zwei identische LEGO Robotic Invention Kits mit einigen Extras zur Verfügung, und unterstützen beide Schulen im gesamten Projektverlauf. Mit der Spende sollen innovative Lehrmethoden bereits auf Schulebene gefördert werden. Außerdem soll Schülerinnen und Schülern vermittelt werden, dass neue Technologien ein integraler Bestandteil in Gesellschaft und Wissenschaft sind. Primäres Ziel des Engagements im Schulbereich ist jedoch, die Schülerinnen und Schüler mit viel Spaß an die Technologie und Technik heranzuführen.

Die Forscher am Microsoft Innovationszentrum in Aachen werden in ständigem Kontakt mit den Schulen stehen, sie tatkräftig unterstützen, und die Ideen, die in den Schulen generiert werden, eventuell in den Laborkurs an der Universität integrieren. In den ersten beiden Projektjahren ist die Universität vor allem daran interessiert, wie die Geräte an den beiden Schulen genutzt werden. Man hofft, dass die Schulen eine Webseite einrichten und dort über ihre Erfahrungen berichten. Des Weiteren ist geplant, nach einem Jahr ein Treffen zwischen Vertretern der beiden Schulen, der RWTH und des EMIC zu organisieren, um Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

Entsprechend ihren pädagogischen Anforderungen steht den Schulen die Auswahl der Development Kits frei - weder Microsoft, noch die RWTH greifen in die Planungen oder die Nutzung der Geräte ein. "Das Schulprojekt konzentriert sich auf die technische Ausbildung und die Bereitstellung von Technik - und darauf, dass Schulen in der Lage sind, Innovationen zu entwickeln", erläutert der Projektbeauftragte, Prof. Dr. Mähönen. "Sowohl das RWTH als auch Microsoft ermöglichen im Rahmen des Projektes den Zugang zu Technologien, ohne den Schulen Vorschriften aufzuerlegen oder kurzfristige Ergebnisse zu erwarten."

Pierre-Yves Saintoyant, Direktor des EMIC, kommentiert die Initiative: "Microsoft fördert Innovationen, unterstützt die Bildung auf allen Ebenen und engagiert sich stark für die Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlichen Partnern. Dieses Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür." Das EMIC in Aachen ist Microsofts erstes Innovationszentrum in Kontinentaleuropa. Saintoyant weiter: "Wir freuen uns, dass sich die RWTH nicht nur für die Förderung von Innovationen auf Universitätsebene engagiert, sondern auch im Grundschulbereich aktiv ist. Dass die Wahl auf Schulen aus zwei europäischen Ländern fiel, verdeutlicht den internationalen Charakter der Zusammenarbeit. Für das EMIC, das den Auftrag hat, international gemeinschaftliche Forschung zu betreiben, ist dies ein äußerst wichtiger Faktor."

Pierre de Vries, Leiter Technology Incubation in der Microsoft-Zentrale in Seattle, nahm ebenfalls an der Übergabe teil. "Die Entscheidung, dieses Projekt zu unterstützen, fiel uns leicht. In der Forschung arbeiten wir bereits mit der RWTH Aachen zusammen, und daher freuen wir uns, dass wir nun auch Studenten bei der Entwicklung von Innovationen unterstützen können. In Zukunft wird es immer wichtiger werden, das Interesse für Technik, Wissenschaft und internationale Zusammenarbeit bereits in den Schulen zu wecken. Da sich Microsoft stark für die Umsetzung dieses Ziels engagiert, unterstützen wir das Projekt sehr gerne", so Dr. de Vries.

Prof. Dr. Petri Mähönen vom Lehrstuhl für Mobilfunknetze initiierte und plante sowohl das Smeagol-Lab als auch das Schulprojekt: "Wir freuen uns sehr, dass uns Microsoft von Anfang an bei dieser Initiative zur Entwicklung des Lehrplans unterstützt hat. Die Einbindung der beiden Schulen in dieses Experiment war uns wichtig, um Schüler für die Technik zu begeistern." Der Lehrstuhl für Mobilfunknetze konzentriert sich weit gehend auf die Erforschung von Embedded-Networking-Systemen. "Wir hoffen, dass die Schulen durch dieses Projekt in der Lage sind, den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass Technik und Wissenschaft praxisorientiert sind und Spaß machen können. Wir wünschen uns, dass die Schulen auch untereinander kommunizieren. Damit wird den Schülern auch aufgezeigt, wie wichtig die Verständigung und internationale Zusammenarbeit in Zukunft sein wird", so Professor Mähönen.

Am Lehrstuhl sind derzeit Mitarbeiter aus zehn, am EMIC aus sieben Ländern beschäftigt - die internationale Zusammenarbeit und kulturübergreifende Begegnung gehören daher an der RWTH Aachen wie auch im EMIC zum täglichen Leben.

Ansprechpartner

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