Schleswig-Holstein feiert zehnjähriges Jubiläum der Europaschulen

Vor 10 Jahren ernannte das Bildungsministerium die ersten neun Schulen zur "Europaschule". Mittlerweile gibt es landesweit 27 Europaschulen, die allein 86 Schulpartnerschaften pflegen. Diese erfreuliche Bilanz zog Staatssekretär Wolfgang Meyer-Hesemann anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Europaschulen. "Eine Europaschule zu besuchen, bietet gute Startvoraussetzungen. Denn sie macht fit für Europa", sagte er heute (3. Mai) in Rendsburg. So bieten die Europaschulen ein erweitertes Fremdsprachenangebot, einen intensiven Schüler- und Lehreraustausch sowie projektorientiertes Arbeiten in aktuellen Themen.

04.05.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Ein Markenzeichen ist das Fremdsprachenangebot. An den 27 Europaschulen dominiert Spanisch als zusätzliche Fremdsprache vor Russisch, die meisten Fremdsprachenzertifikate werden in Französisch abgelegt. Angeboten wird häufig auch ein bilingualer Sachfachunterricht. Staatssekretär Meyer-Hesemann verwies exemplarisch auf das Angebot der Schule Altstadt in Rendsburg. Sie ist die einzige Grund- und Hauptschule im Kreis der Europaschulen und bietet in der 4. Klasse der Grundschule auch Französisch an. Der Englischunterricht in der Hauptschule ist um eine Stunde erweitert. Russisch kann als 1. Fremdsprache gewählt werden. Durch Kooperationen können Schülerinnen und Schüler außerunterrichtlich Polnisch und Türkisch lernen.

Zahlreiche der Partnerschaften und Austauschvorhaben an Europaschulen stärken das projektorientierte Arbeiten. An der Rendsburger Christian-Timm-Realschule wird beispielsweise "Die Besetzung Kiews im 2. Weltkrieg und die heutige Form der Erinnerung an dieses Ereignis" als Projekt erarbeitet - es wurde von der Stiftung "Frieden für Europa - Europa für den Frieden" ausgezeichnet. Kulturell angelegte Projekte, wie das der Baltic-Gesamtschule Lübeck mit der Hermann-Sundermann-Schule in Klaipeda zum Thema "Alte Kinderspiele", machen es möglich auch jüngere Schülerinnen und Schüler einzubinden. Vermehrt werden zudem im Rahmen von Schulpartnerschaften Netzwerke zu Firmen aufgebaut, so dass Praktika auch begleitet und organisiert im Ausland geleistet werden. Vorbildhaft ist die Zusammenarbeit bei der Organisation von Wirtschaftspraktika mit der Deutschen Schule Bilbao - initiiert vom Emil-von-Behring-Gymnasium in Großhansdorf.

Staatssekretär Wolfgang Meyer-Hesemann dankte den Lehrkräften für ihr Engagement und wünschte den Schülerinnen und Schülern, dass sie von der Auseinandersetzung mit Europa und vom Lernen über Europa profitieren mögen. "Denn in den Partnerschaften und Austauschprojekten können Jugendliche aufeinander zugehen und gemeinsam planen. Sie verlassen für einige Tage und Wochen Gewohntes, um sich auf Neues einzulassen und dabei zu lernen", sagte er.


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