Schülerleistungsstudie DESI bestätigt: Das gegliederte Schulsystem hat sich bewährt

Das differenzierte Schulsystem Bayerns hat sich nach der Studie "Deutsch Englisch Schülerleistungen International" klar bewährt. Dieses Fazit zieht der Bayerische Kultusminister Siegfried Schneider anlässlich einer ersten Auswertung der Studie heute in München. Das mehrgliedrige Schulsystem fördert nämlich die Jugendlichen deutlich besser als die Integrierte Gesamtschule. Die Anhänger der Gesamtschule müssen von dem Ergebnis der bundesweiten Studie, die von der Kultusministerkonferenz in Auftrag gegeben worden war, geradezu "frustriert" sein, so Minister Schneider. Haben doch die Schülerinnen und Schüler dieser Schulart gerade das Niveau ihrer 15-jährigen Alterkollegen an Hauptschulen erreicht.

07.03.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Lernerfolge in Deutsch und Englisch ergeben sich vor allem dann, wenn gut qualifizierte und fortgebildete Lehrkräfte klare Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler stellen. "Und das praktizieren wir in Bayern seit Jahren", sieht Minister Schneider den bayerischen Weg bestätigt. Den 2004 eingeschlagenen Weg, Hauptschullehrkräfte durch Fortbildungen in der Akademie Dillingen für Englisch zu qualifizieren, will der Minister verbreitern und auch regionale Fortbildungen anbieten. Schließlich ist Englisch als "lingua franca moderna" für den beruflichen Erfolg der Schüler zu Beginn des 21. Jahrhunderts unverzichtbar. Bereits heute besteht an Hauptschulen die Möglichkeit, im Englischunterricht Lerngruppen nach dem jeweiligen Leistungsniveau zusammen zu unterrichten.

"Wir werden die Kompetenzen der Lehrkräfte an Hauptschulen in Englisch weiter stärken", betonte der Minister. "An einem runden Tisch will ich mit den Hochschulprofessoren für Englisch-Didaktik über Chancen sprechen, welche Konsequenenzen die DESI-Studie für das Fach Englisch ziehen lässt". Daneben haben sich Partnerschaften mit englischsprachigen Schulen bewährt.

Für DESI wurden die Kompetenzen von etwa 11.000 Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse in Deutsch und Englisch im Schuljahr 2003/2004 untersucht und zwar nach insgesamt 15 Kriterien. Unter den in die Untersuchung einbezogenen rund 220 Schulen befanden sich auch 27 bayerische, darunter 9 Hauptschulen, 9 Realschulen und 9 Gymnasien.


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