Schulnetz stabilisiert sich - weniger Schulen als befürchtet schließen
Deutlich weniger Schulen als im vergangenen Jahr schließen oder richten keine Klassen ein. Nach einem Vorschlag des Kultusministeriums müssen in Sachsen noch etwa 35 weitere Mittelschulen wegen Schülermangel schließen. Ferner wird vorgeschlagen, in rund 20 Schulen keine erste oder fünfte Klassen zu bilden, da die gesetzlich geforderten Mindestschülerzahlen nicht erreicht wurden.
04.04.2006 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für KultusZum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurde für über 200 Schulen ein so genannter Mitwirkungsentzug nahe gelegt. "Wir greifen behutsam aber zielgerichtet ein, um das Schulnetz dauerhaft zu stabilisieren", sagte Kultusminister Steffen Flath.
Die erneuten schmerzlichen Einschnitte seien notwendig, um auch im Bereich der Mittelschulen den demografischen Anpassungsprozess abzuschließen, so Flath. Bei den Grundschulen und Gymnasien verfüge Sachsen bereits über ein weitgehend stabiles Schulnetz. Der Kultusminister unterstrich die Bedeutung von stabilen Schulstrukturen. "Fördermittel kann es nur für bestandssichere Schulen geben", sagte Flath und verwies auf das Förderprogramm zum Schulhausbau.
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