Siegerinnen im Schüler-Wettbewerb "20. Juli 1944 - Eine Spurensuche" kommen aus Vetschau

Die Preisverleihung im Schüler-Wettbewerb "20. Juli 1994 - Eine Spurensuche" fand heute in der Landeszentrale für politische Bildung in Anwesenheit der Ehrengäste Hermann Friede und Claritta von Trott zu Solz statt. Der von Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg durchgeführte Sprengstoffanschlag auf Hitler am 20. Juli 1944 war Mittelpunkt eines Schüler-Wettbewerbs, den Bildungsminister Steffen Reiche im vergangenen Herbst zusammen mit Herrn Graf von Schwerin von der "Stiftung 20. Juli 1944" zusammen mit der Landeszentrale für politische Bildung ausgeschrieben hatten. Bei diesem Wettbewerb sollten sich die Schülerinnen und Schüler des Landes Brandenburg auf Spurensuche nach Formen von Opposition und Widerstand in ihrem unmittelbaren Umfeld, ihrer Gemeinde, in ihrem Landkreis begeben. 80 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich mit insgesamt 26 Exponaten am Wettbewerb.

02.06.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Der 1. Preis, dotiert mit 750 Euro, ging an

  • Anne Kolouschek und Claudia Miehle der Klasse 10/1 des Gymnasium "Dr. Albert Schweitzer" in Vetschau/Spreewald.

Auszug aus der Jurybewertung: "Mit ihrem Projekt 'Ein Kreuz aus Kiefernholz' (Bericht und Videofilm) haben sich die Autorinnen mit einer der wichtigsten Persönlichkeiten aus der Niederlausitz, die ihr Leben im Widerstand gegen Hitler gaben, Wilhelm Friedrich Graf zu Lynar, auseinandergesetzt. Auch mit ihrem zweiten Projekt 'Der Mann unter der Treppe' griffen die Autorinnen ein Thema aus ihrer Heimatregion und Berlin auf und beschäftigten sich mit dem Schicksal des Schauspielers Joachim Gottschalk.

Zwei 2. Preise, dotiert mit je 500 Euro gingen an

  • Armin Haase vom Städtischen Gymnasium Prenzlau für das Projekt "Nationalsozialismus und Widerstand im Kreis Prenzlau" (bebilderte Dokumentation)
  • sowie an Katharina Koppe, Kathlen Rößler, Christoph Neumann, Lars Pulvermacher und Christoph Windischmann von der Klasse 10 c der Gesamtschule Görden für ihr Projekt "Brandenburg unter dem Hakenkreuz" (DVD).

Des weiteren wurde zwei 3. Preise, dotiert mit je 300 Euro,

  • an Grit Ansen, Juliane Kratzenberg und Stefanie Grunow von der Gesamtschule "Peter Joseph Lenné" in Potsdam für ihr Projekt "Jüdisches Landschulheim Caputh" (Bericht),
  • an Anika Wedel und Anne Böhme der Pierre de Coubertin-Gesamtschule in Potsdam für ihr Projekt "Hermann Maaß"(bebilderte Dokumentation) vergeben.

Drei Sonderpreise, dotiert mit 150 Euro erhielten

  • der Grundkurs Geschichte 11/1 des Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Königs Wusterhausen für das Projekt "Das Attentat auf Hitler - 20. Juli 1944" (Bericht / CD-ROM), an
  • Daniela Ahrens, Stephan Altmüller, Martin Kaiser, Shandy Lo und David Möller derJahrgangsstufe 11-13 der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg an der Fulda für ihr Projekt "Ein Kreuz erinnert... an Geschehenes, Ge-dachtes und Ungesagtes" (bebilderte Dokumentation) und an
  • den Leistungskurs - Geschichte - 11 des Gymnasiums Templin für ihre verschiedenen Projekte zu Formen des regionalen Widerstandes gegen das Nazi-Regime

"Als Bildungsminister ist und war es mir bisher immer ein besonderes Anliegen, den brandenburgischen Schülerinnen und Schülern die jüngste deutsche Vergangenheit vertiefend zu vermitteln", sagt Bildungsminister Reiche. "Ein wichtiges Kapitel ist der Widerstand gegen das NS-Regime. Das wohl bekannteste Ereignis in diesem Zusammenhang wird sich im Juli 2004 zum 60. Mal jähren. Der Wettbewerb sollte zeigen, dass hinter Widerstand auch immer Werte stehen - Werte wie die Ablehnung von Gewalt und Gewaltherrschaften oder die Toleranz von Menschen mit anderen kulturellen oder religiösen Wurzeln. Die teilnehmenden Schüler und die späteren Betrachter der Wettbewerbsergebnisse sollen in ihrer Mündigkeit gestärkt werden, in ihrem gesellschaftlichen Umfeld Verantwortung zu übernehmen und sich für andere verantwortlich zu fühlen."


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