Sonderausstellung zum Attentat des 20. Juli 1944

Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel eröffnet Ausstellung über die Offiziere des 17. Bayerischen Reiterregiments im Widerstand gegen Hitler im Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt.

19.07.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Als "Vorbilder für alle Zeiten" hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel die Offiziere des 17. Bayerischen Reiterregiments gewürdigt, die im aktiven Widerstand gegen Hitler das Attentat des 20. Juli 1944 vorbereiteten und durchführten. "Zu Recht gelten diese Männer heute als Repräsentanten eines anderen, eines besseren Deutschlands", hob der Minister bei der Eröffnung einer Sonderausstellung des Armeemuseums in Ingolstadt zum 60. Jahrestags des Hitler-Attentats hervor. Auf die Frage, ob der geleistete Treueid gegenüber dem Tyrannen Hitler sie von der Verantwortung entbinden würde, hätten die Offiziere eine klare Antwort gefunden. "Für diese Offiziere war klar, dass die sittliche Verantwortung vor dem Gehorsam steht", betonte der Minister. In Anbetracht dieser Verantwortung seien sie unter Einsatz ihres Lebens gegen Hitler aktiv geworden. Das Bayerische Armeemuseum sei nun Garant für das Gedenken an die Angehörigen des militärischen Widerstands aus dem 17. Bayerischen Reiter-Regiment, so Goppel.

Die sechs Offiziere - Dr. Randolph Freiherr von Breidbach, Roland von Hösslin, Ludwig Freiherr von Leonrod, Rudolf Graf Marogna-Redwitz, Claus Graf Schenk von Stauffenberg und Karl Freiherr von Thüngen - fielen nach dem Fehlschlagen des Attentats der Rachejustiz des NS-Regimes zum Opfer. Die Sonderausstellung "20. Juli 1944 - Offiziere aus dem Bayerischen 17. Reiter-Regiment im Widerstand" im Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt läuft vom 20. Juli 2004 bis 6. Januar 2005.


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