Staatssekretär Dr. Hermann Kues: "Interkulturelle Kompetenz und Dialog der Religionen sind von zentraler Bedeutung"

"Ob Deutsche, Türken, Vietnamesen oder Afrikaner - der Alltag in unserer Gesellschaft ist vielfach vom Neben- und Miteinander der unterschiedlichsten Kulturen geprägt", erklärt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, heute auf dem 1. Bundesfachkongresses Interkultur in Stuttgart.

04.10.2006 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

"Für ein respektvolles Zusammenleben sind interkulturelle Kompetenz und der Dialog zwischen den Religionen von zentraler Bedeutung. Die Bundesregierung hat dieses erkannt und bereits im Koalitionsvertrag entsprechende Eckpunkte festgeschrieben. In den nächsten zwei bis drei Jahren werden wir einen nationalen Integrationsplan entwickeln, an dem alle relevanten gesellschaftlichen Gruppierungen beteiligt sind. Unser Ziel ist es, dass sich alle Seiten zur Einhaltung grundsätzlicher gesellschaftlicher und religionspolitischer Leitlinien verpflichten."

Veranstaltet wird der 1. Bundesfachkongress Interkultur vom Bundesfamilienministerium in Zusammenarbeit mit dem Forum der Kulturen Stuttgart e.V.. Ziel der Tagung ist es, die Debatten zur Kultur- und Bildungspolitik sowie zur Integrations- und Entwicklungspolitik zusammenzuführen. Zudem sollen neue Politik- und Arbeitsansätze für die kommunale Praxis entwickelt werden.

Die Bundesregierung fördert die interkulturelle Akzeptanz in der Bevölkerung nachhaltig. Mit dem Aktionsprogramm "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" hat der Bund seit dem Jahr 2001 bis Ende Dezember 2006 rund 4.500 Projekte mit insgesamt 192 Millionen Euro unterstützt. Mit dem Folgeprogramm "Förderung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie" stellt die Bundesregierung von 2007 an jährlich rund 19 Millionen Euro für den Kampf gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zur Verfügung. "Das neue Programm ist auf Dauer angelegt und wird insbesondere die Strukturen vor Ort stärken", betont Staatsekretär Dr. Kues. Lokale Projekte und überregional wirksame Modelle des interkulturellen und interreligiösen Lernens werden den Schwerpunkt bilden. "Ein Gemeinwesen, das Vielfalt integriert und hervorbringt und Demokratie und Toleranz stärkt, wird vor allem durch bürgerschaftliches Engagement hervorgebracht", so Dr. Kues.


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