Staufermedaille für 37 Lehrerinnen und Lehrer des Landes
Kultusministerin Dr. Annette Schavan hat 37 Lehrerinnen und Lehrern aus Baden-Württemberg die Staufermedaille des Landes überreicht. Bei einer Feierstunde im Stuttgarter Neuen Schloss am Dienstag würdigte die Ministerin das herausragende Engagement der Lehrkräfte: "Sie haben erfolgreiche Projekte und unterrichtliche Innovationen auf den Weg gebracht und damit auch gezeigt, dass sie als Impulsgeber und Erzieher den Jugendlichen ein Beispiel geben wollen."
12.04.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergSchavan verwies auf die Vorbildfunktion der geehrten Lehrerinnen und Lehrer: "Durch ihr außergewöhnliches schulisches Engagement haben Sie vielen Kolleginnen und Kollegen Mut gemacht, sich an der Schulentwicklung und der gemeinsamen Umsetzung von Schulprogrammen aktiv zu beteiligen." Eine besondere Bedeutung habe der Einsatz der Lehrkräfte für die Schülerinnen und Schüler. "Junge Menschen spüren, wenn ihre Lehrerinnen und Lehrer ein Herz für sie haben, sich für ihre individuellen Lebensbedingungen und Lernmöglichkeiten interessieren und sie entsprechend fördern und fordern". Mit ihren Aktionen und Initiativen hätten die 37 Trägerinnen und Träger der Staufermedaille dazu beigetragen, dass die Schulen in Baden-Württemberg als Zukunftswerkstätten gelten.
Mit der Ehrung setze das Land ein Zeichen öffentlicher Anerkennung und Wertschätzung für die pädagogische Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer. "Lehrer sind Menschen mit Klasse", so Schavan. Der Lehrerberuf sei nicht nur einer der ältesten, sondern auch einer der schönsten und zugleich schwierigsten Berufe. Dem persönlichen Engagement aller Lehrerinnen und Lehrer in der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern komme die entscheidende Rolle bei der Vermittlung von Bildung und Werten zu. "Kein junger Mensch darf die Erfahrung machen, nicht gebraucht zu werden. Keiner soll seine Talente verstecken müssen, niemand darf zum Modernisierungsverlierer werden", betonte die Ministerin. Das sei das Herzstück von Bildung und Erziehung und der Anspruch an ein modernes Bildungssystem.
Die elf Lehrerinnen und 26 Lehrer, die mit der Staufermedaille geehrt wurden, stammen aus allen Schularten und Regierungsbezirken im Land. Darunter befinden sich zehn Schulleiterinnen und Schulleiter sowie drei Konrektorinnen und -rektoren. Mindestens zehn der Lehrerinnen und Lehrer sind als Fachberater oder Fortbildungskräfte tätig. 14 der geehrten Lehrkräfte haben sich in besonderer Weise um die Förderung der musisch-ästhetischen Bildung der Schülerinnen und Schüler verdient gemacht. Diese Pädagoginnen und Pädagogen haben sich nicht nur bei der Leitung von Chor und Orchester eingesetzt, sondern auch selbst komponiert und sich aktiv in die Lehrplanarbeit eingebracht. Im Bereich Sport wurden zwei Lehrkräfte für ihren Einsatz ausgezeichnet und ein Lehrerehepaar erhielt die Staufermedaille für seine ehrenamtlichen Verdienste im museumspädagogischen Bereich. Eine Reihe der gewürdigten Lehrkräfte ist publizistisch tätig, ein Lehrer aus Staufen wurde im Frühjahr 2004 vom Magazin "Stern" sogar zum "Lehrer des Jahres" gekürt.
Mit der Staufermedaille ehrt der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Persönlichkeiten für besondere Verdienste um das Land. 1977 fand eine Ausstellung zur Geschichte und Kultur der Stauferzeit statt. Aus diesem Anlass wurde im selben Jahr die Staufermedaille geprägt. Mit ihr soll die Verbindung des Landes Baden-Württemberg mit seiner weiter zurückliegenden Geschichte zum Ausdruck gebracht werden.
Hinweis für die Redaktionen
Die Pressestelle stellt Ihnen gern die einzelnen Laudationes zur Verfügung. Wir können Ihnen ab 13. April auch Fotos der Ministerin mit den geehrten Lehrkräften anbieten.
Dem Anhang entnehmen Sie bitte die Liste der geehrten Pädagogen und Pädagoginnen (im .pdf-Format).
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