Steinwald-Gymnasium Neunkirchen: Braun fällt Lehrern in den Rücken

Wenn - wie am Steinwald-Gymnasium in Neunkirchen geschehen - Schüler die Mathematikaufgaben für die bevorstehende Klassenarbeit aus der Tasche ihrer Lehrerin entwenden, ist das ein gravierendes Fehlverhalten. Aus erzieherischen Gründen darf eine Schule hier nicht tatenlos zusehen, sondern muss für deutliche Konsequenzen sorgen.

28.05.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Als Ordnungsmaßnahme hat die zuständige Klassenkonferenz einstimmig - also mit der Stimme der Elternvertretung - und nach Anhörung der Betroffenen beschlossen, die drei Schüler für eine Woche vom Unterricht auszuschließen. Sie wurden jedoch verpflichtet, täglich die Hausaufgaben abzuholen und anzufertigen, um sicher zu stellen, dass ihnen möglichst wenig Unterrichtsstoff verloren geht.

Diese Entscheidung steht allein in der Kompetenz der Klassenkonferenz. Das Kultusministerium hat sich dazu inhaltlich nicht zu äußern, denn nur die Schule kennt die genauen Umstände und kann sie abwägen.

Die Vorwürfe des SPD-Abgeordneten Braun gegen Kultusminister Jürgen Schreier sind daher absurd und nur als Wahlkampfreflex zu werten. Herr Braun hätte besser die Lehrer in ihrem schwierigen Erziehungsauftrag gestützt, statt sich ohne Hintergrundwissen zu der Angelegenheit polemisch zu äußern und ihnen so in den Rücken zu fallen.


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