Testreihen für PISA-2006 starten an den schleswig-holsteinischen Schulen

114 schleswig-holsteinische Schulen werden sich an der internationalen Schulleistungsstudie PISA-2006 (7 Schulen) und ihrer nationalen Ergänzungsstudie PISA-E 2006 (107 Schulen) beteiligen. Ziel dieser Studie ist es, die Kompetenzen von 15-jährigen Jugendlichen im Schwerpunktbereich Naturwissenschaften zu erfassen. Die ersten Tests starten am morgigen Mittwoch, 19. April, die komplette Testreihe in Schleswig-Holstein endet am 29. Mai 2006. "PISA-2006 wird uns erstmals eine realistische Einschätzung geben können, in wie weit es uns seit der Veröffentlichung von PISA-2000 gelungen ist, die Qualität von Schule und Unterricht zu verbessern. Ich bin zuversichtlich, dass unsere noch längst nicht abgeschlossen Weiterentwicklung der Schulen die richtigen Akzente gesetzt hat", sagte Staatssekretär Meyer-Hesemann heute (18. April) in Kiel.

19.04.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Auswahl der schleswig-holsteinischen Schulen erfolgte nach dem Zufallsprinzip. Zu den sieben Schulen, die an der internationalen Studie teilnehmen, zählen ein Gymnasium, drei Realschulen und drei Hauptschulen. Dort werden je Schule 65 Schülerinnen und Schüler getestet, davon 25 Jugendliche im Alter von 15 Jahren sowie zwei komplette 9. Klassen. Zu den 107 Schulen, die an PISA-E 2006 stellvertretend für Schleswig-Holstein teilnehmen, zählen 33 Gymnasien, 27 Realschulen, 25 Integrierte Gesamtschulen, 20 Hauptschulen und 2 Berufliche Schulen. Dort werden je Schule ca. 38 Schülerinnen und Schüler getestet, davon 28 Jugendliche im Alter von 15 Jahren sowie 10 Schülerinnen und Schüler aus 9.Klassen. Die Jugendlichen wurden per Zufall durch das Data Processing Center (DPC), das mit der Durchführung der Tests beauftragt wurde, ermittelt. Die Bearbeitung der Testaufgaben umfasst ca. 120 Min, hinzukommt die Beantwortung eines umfangreichen Fragebogens. Die PISA-Testreihen sind nach einem Tag abgeschlossen.

Am internationalen Teil von PISA-2006 nimmt Deutschland mit insgesamt 230 Schulen und rund 5750 Schülerinnen und Schülern teil. Weltweit beteiligen sich 57 Länder an diesem internationalen Leistungsvergleich. Die nationale Ergänzungsstudie PISA-E 2006 sammelt zusätzlich Daten von bundesweit ca. 1500 Schulen und rund 57.000 Schülerinnen und Schülern.

Der inhaltliche Schwerpunkt von PISA-2006 ist das naturwissenschaftliche Verständnis. Etwa die Hälfte der Testaufgaben betrifft naturwissenschaftliche Fragestellungen aus den Bereichen Physik, Chemie, Biologie und Geowissenschaften. Jeweils ein Viertel der Textaufgaben stammt aus den Bereichen Lesen und Mathematik.
PISA-2000 hatten den Schwerpunkt Lesen, PISA-2003 fragte nach dem mathematischen Verständnis der Schülerinnen und Schüler.

Die internationalen Vergleichsergebnisse für Deutschland werden im Dezember 2007 vorliegen . Die Ergebnisse der nationalen Studie für die einzelnen Bundesländer sollen im Herbst 2008 veröffentlicht werden. Projektverantwortlicher für PISA-2006 ist Prof. Dr. Manfred Prenzel vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) an der Universität Kiel.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es im Internet unter folgenden Adressen: www.ipn.uni-kiel.de und www.pisa.oecd.org.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden