Über 620 000 Euro für die Freiwillige Ganztagsschule an der Grundschule Wiesentalschule
Einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 620 757,30 Euro hat Staatssekretär Hansgünter Lang am Freitag (3.9.04) der Stadt St. Ingbert für den Ausbau der Freiwilligen Ganztagsschule an der Grundschule Wiesentalschule übergeben. Mit diesen Mitteln wird ein Neubau mit Räumen für das das Bildungs- und Betreuungsangebot am Nachmittag einschließlich einer Küche und eines Speisesaales finanziert.
03.09.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur SaarlandDamit setzt das Saarland die Verwaltungsvereinbarung um, die der Bund und die Länder letztes Jahr über das Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) getroffen haben. Zuvor hatte die Landesregierung bereits seit dem Schuljahr 2002/03 die Mittel für Personalzuwendungen an die örtlichen Maßnahmeträger auf 1,53 Mio. Euro jährlich erhöht und so den Ansatz der Vorgängerregierung verzehnfacht.
Hansgünter Lang: "Das damit eingerichtete Förderprogramm ´Freiwillige Ganztagsschule' hat in nur zwei Jahren einen sehr hohen Ausbaustand erreicht. Diese große Akzeptanz ist die Basis, auf der IZBB jetzt aufsetzt."
Derzeit gibt es an der Grundschule Wiesentalschule ein Nachmittagsangebot bis 14.00 Uhr für eine Gruppe von 10 Kindern. Nach Fertigstellung der Neubaumaßnahme können dann drei Gruppen mit bis zu 60 Kindern bis 16 Uhr die Bildungs- und Betreuungsangebote am Nachmittag wahrnehmen.
"Die Freiwillige Ganztagsschule im Saarland ist ein Erfolgsmodell", betonte Staatssekretär Hansgünter Lang bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides. So hätten inzwischen 229 von 266 Grundschulen und zehn von 15 Gesamtschulen ein entsprechendes Angebot. Bei den Erweiterten Realschulen und den Gymnasien sei ein Versorgungsgrad von 50 Prozent erreicht. Bezogen auf alle Schulformen gebe es an 111 Standorten ein Angebot bis 16 Uhr, das von mehr als 2 400 Schülern angenommen werde. 2 800 Schüler nutzten die an 173 Schulen eingerichteten Angebote bis 14 Uhr.
Hansgünter Lang: "Ganz wichtig ist die Wohnortnähe. Einer allein erziehenden Mutter nützt es nämlich nichts, wenn das nächste Ganztagsschulangebot so weit entfernt ist, dass sie ihre Kinder nicht hinbringen kann. Anders als Rheinland-Pfalz setzt das Saarland deshalb auf kurze Wege. Die hervorragende Akzeptanz bestätigt das saarländische Konzept. Die Landesregierung wird daher das Angebot noch weiter ausbauen." Bisher, so der Staatssekretär, habe das Saarland bereits 10,6 Mio. Euro aus dem IZBB-Programm bewilligt. Damit habe man an 69 Standorten die Voraussetzungen für eine Verbesserung des Bildungs- und Betreuungsangebots am Nachmittag geschaffen.
Die Mittelstadt St. Ingbert ist Schulträger von elf Grundschulen. Zehn davon haben eine Freiwillige Ganztagsschule mit 15 Gruppen bis 14 Uhr und einer Gruppe bis 16.00 Uhr.
Für den Saar-Pfalz-Kreis ergibt sich folgendes Bild: Eine Freiwillige Ganztagsschule ist an 43 von insgesamt 70 Standorten eingerichtet. An 30 Grundschulen gibt es 14-Uhr-Angebote, die von 240 Schülern wahrgenommen werden. 13 Schulen (6 Grundschulen, 2 Erweiterte Realschulen, 4 Gymnasien, 1 Gesamtschule) haben 16-Uhr-Gruppen eingerichtet. Diese werden von 410 Schülern besucht. Außerdem gibt es vier Schulen für Behinderte in Ganztagsform.
Der Staatsekretär stellte zudem heraus, dass jeder 16 Uhr-Gruppe drei Lehrerstunden zugewiesen wurden. Damit werde die Brücke zum Vormittagsunterricht geschlagen und die Qualität der Angebote gesichert. Derzeit stünden mehr als 500 Lehrerstunden zur Verfügung, sagte der Staatssekretär. "Für diesen zusätzlichen Personalaufwand investiert das Land fast eine Million Euro pro Jahr. Mit den 1,53 Mio. Euro für Zuwendungen an die Maßnahmenträger fördert das Saarland die Freiwilligen Ganztagsschulen also jährlich mit 2,5 Mio. Euro", so Hansgünter Lang. Außerdem habe das Land für rund 400 Mitarbeiter der Maßnahmenträger die Arbeitsplätze gesichert.
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