Universitätsfrauenklinik in Erlangen

Der Bereich Geburtshilfe an der Frauenklinik der Universität Erlangen-Nürnberg verfügt ab sofort über einen mit neuester Technik ausgerüsteten Neubau.

28.09.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Mit diesem Neubau wird ein neues und wichtiges Kapitel in der Geschichte der Erlanger Frauenklinik aufgeschlagen: Für das so wichtige medizinische Fachgebiet Geburtshilfe steht in den neuen Räumen optimale und am neuesten Stand der Technik orientierte medizinische Versorgung bereit, gerade auch für so genannte Hochrisiko-Geburten", erklärte Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel auf der Einweihungsfeier am Mittwoch in Erlangen. Der Neubau schaffe außerdem hervorragende Arbeitsbedingungen für Forschung und Lehre und ermögliche eine bessere Anbindung der Kinder- und Jugendklinik an die Frauenklinik. "Die Einweihung dieses 14 Mio. Euro teuren Baus zeigt, dass Bayern auch in Zeiten knapper Kassen klar zur Investition in medizinische Forschung und die Ausbildung junger Menschen steht", so der Minister.

Goppel kündigte Erleichterungen bei der Haftung für Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte an. Gemeinsam mit Finanzminister Faltlhauser sei eine Lösung für die seit langer Zeit unbefriedigend geregelte Haftung an Universitätsklinika gefunden worden. "In Zukunft werden die Klinika einen gemeinsamen Topf bilden, aus dem Schadensersatzleistungen beglichen werden können. Außerdem wird der Regress des Staates - also das finanzielle Haftungsrisiko etwa des behandelnden Arztes - auf maximal drei Monatsgehälter begrenzt werden, außer selbstverständlich bei Vorsatz", so der Wissenschaftsminister. Als Konsequenz dieser Neuregelung werden künftig Haftungsrisiken entfallen, die der einzelne bisher mit einer private Berufshaftpflichtversicherung abdecken musste. Gerade bei Ärzten im Bereich der Geburtshilfe ist dieses Risiko außerordentlich hoch. Die neue Regelung solle, so Goppel, noch in diesem Jahr verbindlich werden.


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