Vergleichsarbeiten Jahrgangsstufe 4 (VERA) 2005

Im September 2005 haben über 21.400 Berliner Grundschüler der 4. Klassen Vergleichsarbeiten in den Fächern Deutsch und Mathematik geschrieben. Unter ihnen war ein Fünftel der Schülerschaft mit Deutsch als im Elternhaus nicht dominanter Sprache. An dem Projekt VERA (VERgleichsArbeiten) beteiligen sich die Bundesländer Brandenburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. VERA wurde im Jahr 2005 zum zweiten Mal durchgeführt.

19.12.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

An zwei Tagen wurden die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler in Arithmetik, Geometrie, Sachrechnen und Lesen getestet.

Auswertung und Erläuterungen:(1)

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Schülerleistungen stabilisiert. Die Viertklässler sind besonders stark in Arithmetik. In Berlin erreichen hier immerhin 41% der Kinder die höchste Fähigkeitsstufe, 80% sind auf Fähigkeitsniveau 2 und höher.

Im Fähigkeitsbereich Geometrie ist der Anteil von Schülern und Schülerinnen auf Fähigkeitsniveau 2 und 3 zufriedenstellend (67 %).

Die Ergebnisse vor allem beim Sachrechnen (also der Lösung von Textaufgaben) sind dagegen nach wie vor unbefriedigend: der Anteil der Kinder, die über das Fähigkeitsniveau 1 nicht hinauskommen, ist in Berlin besonders hoch (47 %).

Auch im Fähigkeitsbereich Lesen zeigt sich ein unerfreuliches Bild: Zwar erreichen fast ein Viertel aller Schüler das Fähigkeitsniveau 3, demgegenüber kommen 40 % nicht über das Fähigkeitsniveau 1 hinaus.

Im Vergleich 2004 zu 2005 zeigen sich einige positive Veränderungen: In Arithmetik, Sachrechnen und Lesen sind die Anteile der Schüler unterhalb der Fähigkeitsstufe 2 zurückgegangen. Die Leistungen in Geometrie sind im oberen Bereich besser geworden (Zuwachs auf dem Fähigkeitsniveau 3).

Bildungssenator Klaus Böger: „Berlin hat sich mit seinen Ergebnissen zwar stabilisiert, muss aber noch besser werden. Positiv ist, dass wir bei den Tests eine Beteiligung von 100 Prozent der Schülerinnen und Schüler erreichen konnten. Ein Jahr Entwicklungszeit ist – wie auch in den anderen sechs VERA-Ländern - zu wenig, um spürbare Verbesserungen zu erzielen. Gleichwohl kann aus den Berliner Befunden des Jahres 2005 eine positive Tendenz abgeleitet werden; die nach wie vor deutlichen Schwächen in Sachrechnen und Lesen dürfen dabei aber nicht übersehen werden.“

Anders als im Jahr 2004 haben die sieben VERA-Länder für das Jahr 2005 verabredet auf ein Länderranking zu verzichten. Hintergrund dieser Entscheidung ist die Schwierigkeit, die Ergebnisse angesichts der verschiedenen Durchführungsmodalitäten der VERA-Studie in den Ländern zu vergleichen. So wurde unter anderem ein verkürzter Test im Fach Deutsch durchgeführt (statt 90 Minuten nun 50 Minuten), die Aufgabenauswahl auf das Fach Mathematik beschränkt und die Dateneingabe im Internet deutlich vereinfacht.

Weitere detaillierte Informationen zu VERA erhalten Sie unter www.uni-landau.de/vera.

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(1) Das Kontinuum der Fähigkeit in jedem der vier Bereiche in Mathematik und Deutsch ist in verschiedene Zonen aufgeteilt, die Fähigkeitsniveaus genannt werden und die anhand ausführlicher Normierungsstudien gemeinsam mit Fachdidaktikern ermittelt wurden.

  • Nicht auswertbare Leistung (n. a. L.): Sind die Aufgaben gar nicht bearbeitet worden oder ist die Aufgabenlösung bruchstückhaft, ist eine Zuordnung zu einem der drei definierten Fähigkeitsniveaus nicht möglich.
  • Fähigkeitsniveau 1 (FN 1): Elementare bzw. grundlegende Fähigkeiten. Einfache Aufgaben mit grundlegenden Anforderungen werden hinreichend sicher gelöst.
  • Fähigkeitsniveau 2 (FN 2): Erweiterte Fähigkeiten. Aufgaben mittleren Anforderungsniveaus werden hinreichend gelöst.
  • Fähigkeitsniveau 3 (FN 3): Fortgeschrittene Fähigkeiten. Es werden auch anspruchsvollere Aufgaben hinreichend sicher gelöst

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