Verlagerung der Sportwissenschaften
Zu der Berichterstattung in der Donnerstagsausgabe der Nordwest Zeitung über die Teilverlagerung der Sportwissenschaften von Osnabrück nach Oldenburg äußert sich Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Josef Lange für den im Urlaub befindlichen Minister Lutz Stratmann wie folgt: "Es ist zutreffend, dass der Studiengang Sport für das Lehramt an Gymnasien nach Oldenburg verlagert wird und Sport für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen in Osnabrück bleibt.
22.07.2004 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und KulturGrund für diese Entscheidung, die sich Minister Stratmann nicht einfach gemacht hat, war nicht zuletzt die öffentliche Diskussion der letzten Monate über den Bewegungsmangel bei Kindern und dessen negative Folgen. Deshalb ist es aus pädagogischer und didaktischer Sicht angezeigt, dass insbesondere Grundschullehrerinnen und -lehrer zumindest Grundzüge einer Sportausbildung erwerben, damit sie diese in Unterricht und Erziehung der ihnen anvertrauten Kinder einbringen können."
Lange weiter: "Darüber hinaus wäre Osnabrück bei einer vollständigen Verlagerung aller Sportstudiengänge der einzige Standort für die Ausbildung von Grundschullehrern, an dem das Fach Sport nicht angeboten würde." Dies erscheine angesichts der jüngsten wissenschaftlichen Veröffentlichungen zur Gesundheit von Schulkindern für eine moderne Lehramtsausbildung nicht vertretbar. "Neue Erkenntnisse müssen dazu führen können, dass Entscheidungen, die vor einem dreiviertel Jahr getroffen wurden, wieder geändert werden können, wenn sich dies wie bei der Sportausbildung in Osnabrück aufdrängt."
Staatssekretär Lange ergänzte, dass zur Klärung der personellen und finanziellen Auswirkungen dieser Entscheidung in Kürze ein Gespräch der beiden beteiligten Hochschulpräsidenten im Wissenschaftsministerium stattfinde.
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