Zehn Jahre Streitschlichterprogramm der Fachhochschule Erfurt

Am morgigen Donnerstag feiert die Forschungs- und Praxisstelle Mediation (FPM) der Fachhochschule Erfurt das zehnjährige Bestehen ihres 1999 entworfenen Thüringer Streitschlichterprogramms. Dabei werden Schüler zu Streitschlichtern ausgebildet. Begleitend bietet das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) Fortbildungen im Bereich Schülermediation für Lehrerinnen und Lehrer an. Bisher wurden 720 Schülerinnen und Schüler an 120 Schulen sowie etwa 240 Lehrerinnen und Lehrer fortgebildet. Allein in den letzten vier Jahren wurden dafür über 70.000 Euro vom Kultusministerium zur Verfügung gestellt.

11.03.2009 Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Die Einführung von Schüler-Streitschlichtern an einer Schule ist ein wirkungsvolles Instrument der Gewaltprävention, das in konkreten Konfliktsituationen zur Anwendung kommt. Durch die Fortbildung von Lehrern sollen Schulen befähigt werden, auch nach dem Ausscheiden von Schüler-Streitschlichtern, selbstständig Nachwuchs auszubilden. Koordiniert wird die Vernetzung der Schulen über die Landesstelle Gewaltprävention. Im August 2005 hat die FPM ein wissenschaftlich evaluiertes Kursbuch für Schülermediation vorgelegt, das an Thüringer Regelschulen, Gesamtschulen, Förderschulen und Gymnasien verteilt wurde.

Zeit: Donnerstag, 12. März 2009, 9.00 – 15.00 Uhr, Ort: Erfurt, Fachhochschule, Altonaer Straße 25

Kultusminister Müller sagte im Vorfeld: "Die Forschungs- und Praxisstelle Mediation der Fachhochschule Erfurt leistet gemeinsam mit dem ThILLM einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der sozialen Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler. Die jungen Streitschlichter können sich so vor Ort aktiv gegen Mobbing, Gewalt oder Schulverweigerung engagieren. Lehrer lernen Konflikte und Probleme bereits frühzeitig zu erkennen und mit ihnen noch besser umzugehen."

Hinweis: Ansprechpartner an der FH Erfurt ist Prof. Dr. Hans-Dieter Will, Tel.: 0361-6700554, E-Mail: .


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