Ziele und Perspektiven gymnasialer Bildung

Im Zentrum stehen Auswirkungen von Bildungsreformen und gesellschaftlichen Veränderungen auf die gymnasiale Bildung in Baden-Württemberg.

15.03.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Philologenverband Baden-Württemberg

"Das Gymnasium soll Schülern mit entsprechenden Begabungen und Bildungsabsichten eine breite und vertiefte Allgemeinbildung vermitteln, die zur Studierfähigkeit führt. Es soll insbesondere Fähigkeiten fördern, theoretische Erkenntnisse nachzuvollziehen, schwierige Sachverhalte geistig zu durchdringen sowie vielschichtige Zusammenhänge zu durchschauen, zu ordnen und verständlich vortragen und darstellen zu können", zitiert der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg, Karl-Heinz Wurster, das baden-württembergische Schulgesetz und stellt die Frage, ob unter den heutigen veränderten gesellschaftlichen und schulischen Rahmenbedingungen diese Forderung noch Gültigkeit besitzen kann. Wurster: "Die vielen Reformen im Schulbereich haben einen umfangreichen Katalog von Fragen und auch von Problemen aufgeworfen, die eine starke Herausforderung für Politik, Schule und Gesellschaft darstellen." Mit dem

"Tag des Gymnasiums", der am kommenden Samstag, 18. März 2006, von 10.00 Uhr bis 15.45 Uhr im Stuttgarter Tagungszentrum "Hospitalhof" mit namhaften Experten aus dem Schul- und Bildungsbereich stattfindet, will der Philologenverband Informationen und Anregungen für Diskussionen u.a. auch zu den Auswirkungen der jüngsten Bildungsreformen auf die Schulart Gymnasium liefern.

Haben Schulstrukturen Einfluss auf den Bildungserfolg? Welche Auswirkungen hat der Ganztagsbetrieb? Welche Perspektiven hat das Gymnasium in Baden-Württemberg? Diese und andere Fragen rund um das Gymnasium werden im Zentrum dieser Veranstaltung des Interessenverbands der Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien stehen. Referiert und diskutiert wird über Ziele und Perspektiven des Gymnasiums und gymnasialer Bildung in Zeiten umfassender Schul- und Bildungsreformen in einem Umfeld tief greifender gesellschaftlicher Veränderungen. Themen sind u. a. "Das gegliederte Schulwesen" (Prof. Dr. Fritz-Dietrich Neumann, Universität Lüneburg), "Die Ganztagsschule" (Prof. Dr. Jürgen Rekus, Universität Karlsruhe) und "Perspektiven des Gymnasiums in Baden-Württemberg (Ministerialrat Günter Reinhart, Kultusministerium Baden-Württemberg).


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