Zöllner zeichnete vier Schriftsteller mit Martha-Saalfeld-Förderpreisen aus
Zum elften Mal wurden heute in Mainz Autorinnen und Autoren mit den Martha-Saalfeld-Förderpreisen ausgezeichnet.
09.12.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)Kulturminister Professor Dr. E. Jürgen Zöllner ehrte damit Christoph Justinger, David Wagner, Bernd Weiden und Katharina Schultens. In seiner Ansprache hob Zöllner die Bedeutung der Literaturförderung gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hervor: "Damit die Literatur nicht die Lust am
Abenteuer verliert, müssen wir ihr Entstehen weiter fördern. Damit vergrößern sich die Chancen für das Erscheinen von Büchern."
Die mit insgesamt 12.400 Euro dotierten Martha-Saalfeld-Förderpreise erhielten Christoph Justinger für ein in Arbeit befindliches Romanprojekt, das laut Jury stilistisch von großer Eigenständigkeit und originaler Bildkraft sei und Bezüge zur Gegenwart biete, die realistischer kaum erfasst werden könne; David Wagner für den entstehenden Text "Sagt das Kind", in dem er gleichsam stellvertretend für die Generation der 30- bis 40-Jährigen deren Verhältnis zum Kind, zum eigenen Kind und zum Kindsein reflektiert; Bernd Weiden für ein lyrisches Manuskript, in dem das Spannungsfeld zwischen der Tradition und ihrer Überschreitung auf verschiedenen Ebenen und anhand verschiedener Themen dargestellt wird, und Katharina Schultens für ein breit angelegtes Erzählprojekt mit dem Titel "Landvolk". Laut Jury ein Landvolk, das nicht wartet und verharrt, sondern aufbricht und dem auch ein vielleicht schon eingeschriebenes Scheitern nichts von seiner stillen Verve nimmt.
Neben der Verleihung der Martha-Saalfeld-Förderpreise stellte Zöllner auch den 11. Band des rheinland-pfälzischen Literaturjahrbuchs mit dem Titel "Zeitfenster" vor. "Diese Reihe, die auf eine Initiative meines Hauses zurückgeht, hat sich mittlerweile zu einem der qualitätvollsten deutschen Literaturjahrbücher entwickelt", unterstrich Zöllner. Es enthält Prosa, Lyrik und Essays zahlreicher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Leben oder Werke mit Rheinland-Pfalz in Beziehung stehen.
Insgesamt räumte der Kulturminister der Literaturförderung einen hohen Stellenwert ein. "Die Literatur ist nicht nur ein Spiegel der Gegenwart. Sie kann immer auch, wenn es gute Literatur ist, ein Blick in die Zukunft sein." Unabhängige Jurys sorgten dafür, dass die literarische Qualität eines Textes das Kriterium sei für die Auszeichnung des Schriftstellers oder der Schriftstellerin mit einem Literaturpreis. Eine Reihe junger rheinland-pfälzischer Autoren habe sich dadurch seinen Traum vom Leben als Schriftsteller verwirklichen können und den Sprung in renommierte Verlage geschafft.
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