Zumeldung zur heutigen LPK der GEW im Nachgang zu Pisa

Die Behauptungen der GEW über die Höhe der Förderstunden an Grund- und Hauptschulen sind ebenso alt wie falsch. Derartige Zahlenspielereien sind Polemik, da sie willkürlich nur einen Bereich des breiten Förderspektrums herausgreifen. Wer den Lehrerinnen und Lehrern in Baden-Württemberg unterstellt, sie würden jedes Kind pro Woche nur 30 Sekunden fördern, verkennt das große Engagement, mit dem viele Lehrkräfte im regulären Unterricht schwächere und begabtere Kind gleichermaßen fördern.

15.07.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Gerade in den Grund- und Hauptschulen zieht sich die Förderung wie ein roter Faden durch die Unterrichtskonzeption. Die GEW will dagegen mit ihrer Milchmädchenrechnung den Eindruck erwecken, dass die Förderung auf minimalem Niveau stattfindet. Richtig ist, dass es zusätzlich zur Förderung im regulären Unterricht im Schuljahr 2003/2004 rund 33.000 Stunden Förderunterricht in den Grund- und Haupt-schulen gegeben hat, davon alleine nahezu 7.000 Stunden im Bereich der Lese- und Rechtschreibschwäche. Insgesamt 12.500 Lehrerwochenstunden stehen für Förder-klassen und Vorbereitungsklassen zur Verfügung.

Fragwürdig ist die Forderung, das Sitzen Bleiben aus finanziellen Gründen abzuschaffen. Das Wiederholen einer Klasse hat seinen pädagogischen Sinn, wenn die Grundlagen für ein erfolgreiches Durchlaufen der nächsten Klassenstufe fehlen. Baden-Württemberg hat mit 2,1 Prozent eine äußerst niedrige Wiederholerquote. Seit dem vergangenen Schuljahr gibt es die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler, die das Klassenziel nicht erreichen, unter bestimmten Voraussetzungen auf Probe zu versetzen.


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