Antworten der Landesregierung auf kleine Anfragen zur Situation von Mitarbeiterinnen in Tageseinrichtungen kaum "erhellend"
30.03.2011 Artikel
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In 2 kleinen Anfragen hatte die Abgeordnete Dr. Carolin Butterwegge - DIE LINKE - im Zusammenhang mit der Einschätzung und Sorge, dass die im 5-Punkte-Programm der Fachministerin enthaltenen Maßnahmen zur Verbesserung der personellen Situation nicht ausreichend sind u.a. ausgeführt, dass aufgrund der bekannten Arbeitsmarktlage (865 offene Stellen - 5.184 arbeitssuchende Erzieherinnen) es nicht ausreichend sei, z.B. eine Finanzierung für zusätzlich 1.000 Berufspraktikanten zu schaffen, wenn nicht gleichzeitig auch dafür Sorge getragen wird, dass zusätzliche Fachkraftstellen geschaffen werden. Aufmerksam wird auch auf die unbefriedigende Arbeitsplatz- und Berufssituation gemacht, zumal es eine große Arbeitsdichte, unfreiwillige Teilzeitarbeitsverhältnisse, befristete Arbeitsverträge und bei etwa 1/3 aller Beschäftigten ein frühzeitiges Verlassen des Arbeitsfeldes gäbe. Daher wurde u.a. danach gefragt, welche Fachkraft-Kind-Relation die Landesregierung als Minimum ansieht, welchen Fachkräftebedarf sie sieht, wie sie das Arbeitsfeld attraktiver gestalten will?
Anmerkungen:
In den Antworten wird die Landesregierung in keiner Weise "konkret" und äußert keine eigenen Vorstellungen in Bezug auf eine Mindest-Fachkraft-Kind-Relation. Die Aussage, dass mit der Grundrevision des KiBiz auch die Rahmenbedingungen verbessert werden, um die Attraktivität des Arbeitsfeldes zu verbessern, wird betont, wobei alleine der Anreiz zur Schaffung von 1.000 zusätzlichen Berufspraktikantenplätzen kaum als ein entsprechender Schritt dazu angesehen werden kann, zumal die Landesregierung, wenn die Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher wie in anderen Bundesländern komplett über die Berufskollegs abgewickelt würde, sowieso auch die Kosten für den 2. Teil der Ausbildung - für alle Auszubildenden - tragen müsste.
Die Landesregierung sieht zwar einen Mangel an pädagogischen Fachkräften, entwickelt jedoch nur in Bezug auf das Berufspraktikantenprogramm einen - unzulänglichen - Einstieg und lässt Initiativen in Bezug z.B. auf die Ausweitung von Ausbildungskapazitäten vermissen und bringt, zumal dies als Aufgabe im KiBiz selbst vorgesehen ist, zum Ausdruck, dass sie - seit dem Jahr 1991 (diese Aufgabe stand nämlich auch schon im GTK) eine Fort- und Weiterbildungsvereinbarung an"strebt".
Die Antworten auf die begründeten und differenzierten Fragen lassen nicht erkennen, dass die Bedingungen der pädagogischen Mitarbeiterinnen in Tageseinrichtungen offensiv verbessert werden sollen.
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