Beck/Ahnen: Kinder brauchen eine kinderfreundliche Gesellschaft

"Zukunftsfähige Politik ist gekennzeichnet von einem stetigen Engagement für die Rechte von Kindern und für die Verbesserung kinderfreundlicher Rahmenbedingungen." Das unterstrichen Ministerpräsident Kurt Beck sowie Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen anlässlich des Weltkindertags am 20. September.

19.09.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz habe wie kein anderes Bundesland mit dem Aktionsprogramm "Kinderfreundliches Rheinland-Pfalz – Politik für Kinder mit Kindern" als Querschnittsaufgabe für die gesamte Landesregierung dafür frühzeitig die richtige Weichenstellung vorgenommen, sagte Kurt Beck und ergänzte: "Wenn wir dieses Programm nicht hätten, das seit 1995 eine zentrale Handlungsmaxime für unser politisches Handeln im Land darstellt, wir müssten es sofort erfinden."

Mit Stolz könne das Land beispielsweise auf die Förderung von Spiel- und Bewegungsräumen zurückblicken, sei es durch die Spielleitplanung, in deren Rahmen über 300 Projekte entwickelt wurden, durch die Förderung von Kinder(stadt)plänen oder durch die Unterstützung naturnaher Außengelände, hielt der Ministerpräsident fest. Wichtig sei hierbei nicht nur die finanzielle Unterstützung durch das Land. Vielmehr gehe es auch um die Förderung eines gesellschaftlichen Klimas, das in Kindern keinen Störfaktor sieht, sondern Persönlichkeiten, die mit entscheidend für die Zukunft des Landes sind. Der Ministerpräsident appellierte gemeinsam mit seiner Bildungs- und Jugendministerin an die Verantwortlichen im Land, bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, deren Interessen und Bedürfnisse vorrangig zu berücksichtigen, wie dies die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen auch vorgebe. Viele rheinland-pfälzische Gemeinden hätten dies bereits erkannt und seien auf einem guten Weg, Kindern für ihr Aufwachsen die notwendigen Rahmenbedingungen zu bieten und damit auch Eltern zu unterstützen.

Anlässlich des 52. Weltkindertages, der am 20. September in 130 Ländern der Erde gefeiert wird, appellierten Beck und Ahnen aber auch an die gemeinsame Verantwortung der gesamten Gesellschaft zum aktiven Schutz von Kindern. Sie dankten in diesem Zusammenhang den zahlreichen Ehrenamtlichen im Bereich des Kinderschutzes, die beispielsweise beim Kinderschutzbund, bei den kostenfrei nutzbaren Kinder- und Jugendtelefonen sowie Elterntelefonen Kinder und Eltern qualifiziert beraten. "Wir müssen Kinder vor Gewalt schützen. Es ist richtig, dass im Kinder- und Jugendhilfegesetz aktuell der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung gestärkt wurde", sagte die Jugendministerin weiter. Damit diese wichtige Gesetzesänderung auch konkret in der Praxis greifen könne, unterstütze die Landesregierung derzeit ganz gezielt Fortbildungen und Fachtagungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe zum Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung. Ziel dieser Fortbildungen sei es nicht nur, solche Gefährdungen kurzfristig abzuwenden, sondern vor allem durch die parallele Stärkung der Eltern gute Rahmenbedingungen für Kinder zu sichern.

Bei allen Beiträgen zum Kinderschutz und zu guten Rahmenbedingungen des Aufwachsens für Kinder komme dem Kampf gegen die Armut beziehungsweise gegen die Auswirkungen von sozial und materiell schwierigen Lebenslagen auf das Leben der Kinder eine ganz wichtige Rolle zu, betonten Kurt Beck und Doris Ahnen. Nicht zuletzt die Einführung des kostenfreien letzten Kindergartenjahres und die stufenfreie Einführung des komplett kostenlosen Kindergartenbesuches bis 2010 seien hierzu ein wichtiger Beitrag.


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