Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Spielraum bei Einführung der Eingangsphase an der Grundschule

"Jahrgangsübergreifender Unterricht ist das Herzstück der Eingangsphase. Sonst wäre das dreijährige Verweilen in der Eingangsphase nichts anderes als Sitzenbleiben", betonte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave in der heutigen (28.Mai) Landtagsdebatte. Deshalb enthalte die 2007 verabschiedete Grundschulverordnung eine Soll-Bestimmung und damit eine grundsätzliche Verpflichtung der Schule auf jahrgangsübergreifenden Unterricht. Die Schulen hätten jedoch einen "großen Spielraum", um dieses Ziel zu erreichen.

29.05.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Eingangsphase an der Grundschule umfasst die Jahrgangsstufen eins und zwei und kann von den Schülerinnen und Schülern entweder in einem, in zwei oder in drei Jahren durchlaufen werden. Ziel ist es, Kinder mit unterschiedlichen kognitiven, sozialen, emotionalen, motorischen und kommunikativen Kompetenzen entsprechend individuell zu fördern. Ute Erdsiek-Rave: "Die Eingangsphase ist eine zeitgemäße pädagogische Antwort auf das weite Leistungsspektrum der Schülerinnen und Schüler." Zentrales Element ist das Lernen in jahrgangsübergreifenden Gruppen.

In der Frage, wie dies umgesetzt werden könne und in welcher Chronologie, dazu gebe es einen "großen Spielraum". Der sei auch daran zu erkennen, so die Ministerin, dass die Schulkonferenz darüber entscheide, wie der jahrgangsübergreifende Unterricht ausgestaltet sei. Die Mehrzahl der Schulen nutze das kommende Schuljahr 2008/09, um jahrgangsübergreifendes Lernen - beispielsweise in einzelnen Fächern - zu erproben. Ute Erdsiek-Rave: "Die Schulen sollen nichts überstützen. Sie haben jetzt drei Jahre Zeit, um ihre Konzepte mit jahrgangsübergreifenden Gruppen umzusetzen. Wichtig ist, dass die Eingangsphase den Erfordernissen vor Ort gerecht wird und dass die Eltern gut informiert werden."


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