Buchscanner hilft lesen

(bikl) Mit dem "Bücherfuchs", einem vollautomatischen Buchscanner, sollen schon bald Bücher elektronisch aufbereitet und für blinde Menschen in Blindenschrift oder eine Sprachausgabe umgewandelt werden. Wissenschaftler der Universität Wuppertal wurden jetzt für den Prototyp des Scanners von der Europäischen Kommission ausgezeichnet.

17.11.2004 Artikel
  • © Uni Wuppertal

Das Fachgebiet Produktionstechnik unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr.-Ing. Schlingensiepen hatte eine Idee des blinden Wuppertaler Studenten Matthias Fuchs (= "Bücherfuchs") aufgegriffen, der auch an der Entwicklung mitgearbeitet hat.

Und so funktioniert der "Bücherfuchs": Das Buch wird aufgeklappt mit den Seiten nach oben in eine Schublade eingelegt. Es können Bücher in zwei Grundstellungen - bis DIN A4 doppelseitig und bis DIN A3 einseitig - verarbeitet werden. Die Textseiten werden mit Hilfe eines Dreh-Saug-Mechanismus automatisch umgeblättert, und Seite für Seite erfolgt der Scanvorgang mit einem handelsüblichen Flachbettscanner; anschließend werden die Daten auf einem PC oder Laptop abgespeichert. Eine entsprechende Software wandelt die Daten dann in Blinden- oder Großschrift um bzw. macht sie durch Sprachausgabe taktil oder akustisch zugänglich. Die Steuerung erfolgt über ein einfaches Bedienelement.

Der "Bücherfuchs" soll nach seiner Markteinführung voraussichtlich ab 1500 Euro angeboten werden.

Weiterführender Link:
www.presse.uni-wuppertal.de


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden