DJHT: Klare politische Botschaften
(Eigenbericht) Klare politische Botschaften - so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Jugendhilfe Reiner Prölß - sind das Ergebnis des 12. Deutschen Jugendhilfetags, der heute in Osnabrück zu Ende ging.
04.06.2004 Artikel"Bildung und Soziales gehören zusammen." Dies sei eine einhellige Aussage der vielen Veranstaltungen, Diskussionen und Projekte der letzten drei Tage. Eine entscheidende Konsequenz sei deswegen, dem Bund in beiden Fachgebieten Rahmenkompetenzen zuzugestehen. "Wir brauchen keine Kleinstaaterei", erklärte Prölß. Eine weitere zentrale Forderung sei, die Kommunen zu stärken. Denn sie würden sie Bedingungen für das Aufwachsen der Kinder und Jugendlichen entscheidend gestalten.
Noch einmal verwies Prölß darauf, dass Deutschland Weltmeister in der sozialen Selektion sei und hier - wie sonst nirgendwo in Europa - die soziale Herkunft über Bildungskarrieren entscheide. Aufgabe der nächsten Jahre sei es also, die zentralen Fragen der sozialen Gerechtigkeit anzugehen.
Etwa 30 000 Teilnehmer konnten die Veranstalter des Deutschen Jugendhilfetags während des dreitägigen Kongresses in der Friedensstadt an der Hase verzeichnen. Dieses Ergebnis lag deutlich über den Prognosen. Sie waren von 20 000 Besuchern ausgegangen.
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