Ein Buch für jeden Erstklässler

(bikl) Ein gutes Buch gehört in jede Schultüte. Doch längst finden sich dort stattdessen Süßigkeiten, Gameboy oder Sammelkarten. Damit aber das gute alte Lesemedium nicht gänzlich verdrängt wird, haben jetzt 60 Kinderbuchautoren dazu aufgerufen, jedem Schulanfänger ein Buch zu schenken.

11.08.2005 Artikel
  • © Oetinger

Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören unter anderem Paul Maar, Cornelia Funke, Kirsten Boie, Knister, Andreas Schlüter und Klaus-Peter Wolf.

"Es war schon immer eine Minderheit, die viel gelesen hat. Diese Tatsache aber gibt uns nicht das Recht, die Mehrheit zu vernachlässigen oder die andere, größer werdende Minderheit der Nichtleser zu vergessen. Lesen darf kein Privileg werden, sondern ist ein grundlegendes Recht", heißt es in dem Aufruf.

Deshalb sollen alle Schulen ihren Schulanfängern ein Buch zu schenken können. Ideen zur Umsetzung bringen die Autoren gleich mit. So sollen Ehrenamtliche in ihrem lokalen Umfeld Sponsoren für die Aktion finden - vom Handwerker bis zum Industriellen.

"Auf diese Weise kann sich jeder Bürger beteiligen und im Rahmen seiner Möglichkeiten ein Stückchen gesellschaftlicher Verantwortung übernehmen", so die Unterzeichner. Die Autoren gehen mit gutem Beispiel voran: Sie wollen alle in diesem Jahr mindestens eine Schulanfängerklasse mit Büchern versorgen. Auf der Frankfurter Buchmesse soll das Projekt dann vorangetrieben werden.


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