Einigung im Kita-Streik
(redaktion) Nach zähem Ringen haben die Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) am Montag ein Tarifergebnis für die rund 220.000 Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes erzielt. "Es ist gelungen, die Sozial- und Erziehungsberufe aufzuwerten und deutlich zu machen, was Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen leisten", betonte der ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske.
27.07.2009 ArtikelBsirske zufolge können Erzieherinnen künftig im Schnitt 120 Euro mehr im Monat rechnen, berichtet tagessschau.de. Neben der Tariferhöhung sei auch ein Tarifvertrag zur Gesundheitsförderung erreicht worden. So erhielten die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst einen individuellen Anspruch auf eine betriebliche Gefährdungsbeurteilung.
Die erwartete Einigung im Tarifstreit für Erzieher und Sozialarbeiter im öffentlichen Dienst werde die Kommunen voraussichtlich vor große finanzielle Probleme stellen, hatte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB), Gerd Landsberg, zuvor im Deutschlandfunk gewarnt. 500 bis 750 Millionen Euro Kosten pro Jahr durch den neuen Tarifabschluss seien realistisch, erklärte er. Angesichts einbrechender Steuereinnahmen werde es für die Kommunen sehr schwer, dieses Geld aufzubringen.
Keine Kommentare vorhanden