Einstieg in Qualitätsverbesserung statt Kita-Schließungen:
"Bremen will weiterhin die Chance zu Qualitätsverbesserungen in Kitas offenkundig nicht nutzen", kommentiert der GEW-Landesvorstandssprecher Christian Gloede-Noweck die aktuelle Sozialdeputationsvorlage zur Kita-Standortplanung für den 7.12..
05.12.2006 Bremen Pressemeldung GEW BremenNachdem im letzten Jahr bereits über 200 Plätze beim städtischen eigenbetrieb abgebaut wurden, KITA Bremen auch bei der Platzvergabe der unter 3-Jährigen kaum bedacht wurde sollen nun gleich vier städtische Kitas (Schevemoorer Heide, Humboldtstr., Osterholz und Landrat-Christians-Str.) zum kommenden Jahr dichtgemacht werden. Ebenso von Schließung betroffen das Kinderhaus Panama der Arbeitnehmerkammer sowie das AWO-KTH in der Osterholzer Heerstr.
Begründet werden diese "Empfehlungen" der Steuerungsgruppe des Amtes für Soziale Dienste mit einem zu erwartenden Bevölkerungsrückgang in einzelnen Stadtteilen und dem Senatsauftrag, in diesem Zusammenhang "Einsparpotenziale" aufzuzeigen.
Nach Auffassung der GEW böte sich stattdessen die Möglichkeit ohne Mehrausgaben einen vorsichtigen einstieg in die notwendige und längst überfällige Qualitätsverbesserung in der frühkindlichen Bildung und Erziehung zu wagen, z.B. durch Verringerung der Gruppengrößen. Der Senat entschiede sich aber offensichtlich für das Motto "Sparen und Kürzen um jeden Preis. Gloede-Noweck: "Außer Köpfe hat der Fall Kevin leider nichts ins Rollen gebracht!" Böhrnsen solle Kita-Politik endlich zur "Chefsache" machen, so Gloede-Noweck weiter.
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