"Geld für mehr Bildung und nicht für mehr Busse"
(bikl) Weniger Schüler - weniger Schulen. Mit dieser einfachen Rechnung begründen seit einiger Zeit etliche Bundesländer die beabsichtigen Schließungen von Schulstandorten. Im Saarland, wo annähernd die Hälfte der Grundschulen jetzt zur Disposition steht, haben Eltern und Verbände für heute zu einer Demonstration vor dem Landtag aufgerufen. Dort wird zeitgleich über das Thema beraten.
26.01.2005 ArtikelDie demografische Entwicklung sei besorgniserregend genug, erklärte der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Ludwig Eckinger, der ebenfalls an der Demonstration teilnimmt. Sie dürfe aber nicht auch noch dafür herhalten, dem Bildungsbereich massiv Mittel zu entziehen.
Seine Forderung: "Alle müssen sich gemeinsam an einen Tisch setzen und intelligente Lösungen vor Ort initiieren. Das ist die Nagelprobe auf den Kulturföderalismus."
Die Landesregierung will mit den Schließungen landesweit 17,5 Millionen Euro einsparen. Ein Teil davon soll in die Qualitätsverbesserung der verbleibenden Schulen investiert werden.
Das wird von den Kritikern mit Skepsis betrachtet. "Geld für mehr Bildung und nicht für mehr Busse" fordert deswegen der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband im VBE.
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