"Männer in Kitas sind eine wichtige Bereicherung"

Im Rahmen einer Feierstunde hat der Minister für Bildung, Jugend und Sport, Holger Rupprecht, heute in Cottbus den Absolventen einer berufspraktischen Erzieherqualifizierung ihre Abschlusszertifikate überreicht. Es handelte sich dabei um eine Berufsbildungsmaßnahme, in der langzeitarbeitslose Männer zu Erziehern in der Kindertagesbetreuung weitergebildet wurden.

04.10.2007 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Minister Rupprecht verwies bei der Übergabe der Zertifikate darauf, dass Männer in Kitas eine wichtige Bereicherung seien. "Männer im Alltag der Kindertagesbetreuung zeigen, dass Fürsorge, Pflegen und Trösten nicht nur "weibliche Aspekte" sind und Versorgungsaufgaben zwischen den Geschlechtern auch geteilt werden können. Gleichzeitig sorgen Erzieher dafür, dass auch jungen- und männertypische Interessen und Bedürfnisse nicht zu kurz kommen", unterstrich Rupprecht. "Männliche Erzieher in der Kita sind für Jungen und Mädchen gleichermaßen von Bedeutung; sie sind für ihre Entwicklung und Identitätsbildung unschätzbar."

Die insgesamt 18 Absolventen, die überwiegend aus dem Landkreis Spree-Neiße, aber auch aus der Stadt Cottbus stammen, waren vor ihrer Arbeitslosigkeit in handwerklichen oder Bauberufen ausgebildet und berufstätig – hatten also eine "typisch männliche" Berufsbiografie. Während ihrer zweijährigen Ausbildung waren sie in Kindertageseinrichtungen der Region tätig und erhielten begleitend dazu ihre theoretische Ausbildung.

Der Anstoß zu dieser neuen Qualifizierung kam von der Berlin-Brandenburger Väterinitiative. Durchgeführt wurde die Qualifizierungsmaßnahme vom Berliner Institut für Frühpädagogik. Die Finanzierung kam aus Mitteln der Arbeitsförderung des Eigenbetriebs Grundsicherung des Landkreises Spree-Neiße, dem Jobcenter der Agentur für Arbeit in Cottbus und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.


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