Mehr Kopfschmerzen bei schulischer Belastung
(bikl/idw) Mehr als zehn Prozent der 14-Jährigen leiden mindestens einmal in der Woche unter Kopfschmerzen. Dabei treten Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen mit zunehmendem Alter immer häufiger auf. Das sind erste Ergebnisse einer Befragung, die Psychologen der Universität Göttingen im vergangenen Jahr durchgeführt haben. An der groß angelegten Fragebogenaktion beteiligten sich über 5.600 Familien mit Kindern zwischen sieben und 14 Jahren in Südniedersachsen.
26.10.2004 ArtikelÜber die Hälfte der befragten Kinder und Jugendlichen hatte innerhalb eines halben Jahres vor der Befragung mindestens einmal eine Kopfschmerzattacke. Hinzu kommen Bauch- oder Rückenschmerzen. "Mit der Auswertung unserer Befragung zeichnen sich auch erste Risikofaktoren ab", erklärte die Göttinger Psychologie-Professorin und Projektleiterin Prof. Birgit Kröner-Herwig, "Kinder mit hoher schulischer Belastung sind eher von Kopfschmerzen betroffen. Dagegen sind diejenigen, die sich mehr bewegen, eher kopfschmerzfrei."
In den nächsten Tagen und Wochen werden die Familien, die bereits an der ersten Befragung teilgenommen haben, zum zweiten Mal aus Göttingen angeschrieben. Zwei weitere Erhebungsrunden sind für 2005 und 2006 geplant. "Nur wenn wir die Entwicklung der Kinder langfristig verfolgen, lassen sich zuverlässige Aussagen über gesundheitsfördernde und gesundheitsgefährdende Faktoren machen", so Birgit Kröner-Herwig, die die Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie in Göttingen leitet.
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