Streiks zeigen Wirkung – Kundgebung erfolgreich

Die Verhandlungen der Gewerkschaften GEW und ver.di mit den öffentlichen Arbeitgebern sind in eine entscheidende Phase getreten. Am Abend des 9.6.2009 hat die GEW-Verhandlungsführerin, Ilse Schaad, aus den Verhandlungen erste konstruktive Signale vermeldet. Monatelang hatten sich die Arbeitgeber geweigert, über einen Gesundheitsschutz in den Kitas und eine bessere Bezahlung für die Erzieherinnen und Erzieher zu verhandeln.

12.06.2009 Pressemeldung GEW Mecklenburg-Vorpommern

Mit einem ersten ganztägigen Streik in Einrichtungen in Hagenow und einem fünfstündigen Streik in der Kita gGmbH Schwerin verstärkten die Beschäftigten der Kitas in kommunaler Trägerschaft jetzt den Druck auf die Arbeitgeberseite. Dazu versammelten sich 300 Mitglieder der beiden Gewerkschaften ver.di und GEW heute auf dem Schweriner Altstädtischen Markt zu einem Streikfrühstück und weiteren Protestaktionen.

"Wir freuen uns über die große Beteiligung der Erzieherinnen und Erzieher, die sich nicht von den Arbeitgebern einschüchtern lassen haben. Damit zeigen wir auch in Mecklenburg-Vorpommern klare Kante für unsere Forderungen nach einer angemessenen Entlohnung und einem verbesserten Gesundheitsschutz.", so Daniel Taprogge, EW-Tarifreferent Auch die Ministerin für Gesundheit und Soziales, Manuela Schwesig kam zu den Streikenden und unterstützte sie in Ihren Forderungen, mahnte jedoch an, dass die geforderten Veränderungen auch finanzierbar bleiben müssten. Die Erzieher/innen machten deutlich, dass sie "128 guten Gründen für ein besseres EGO" (EGO=Entgeltordnung) haben. Diese 128 guten Gründe sind die veränderten Tätigkeiten der Anforderungen ihres Berufes.

Waren es vor wenigen Jahren noch rund 30 Leistungsmerkmale, die in der Arbeit mit den Kindern zu erbringen waren, hat sich diese Zahl durch die Wandlung der Kitas zu einer frühkindlichen Bildungseinrichtung auf 128 erhöht. "Die Anerkennung des Berufes, die Bezahlung und die Qualität der Arbeitsbedingungen sind jedoch nicht mit gewachsen.", machte Heike Schweda, Vorstandsmitglied der GEW M-V, gegenüber der Ministerin deutlich. Die Verhandlungen werden am Abend des 15.6.2009 fortgesetzt. Sollte es auch dann zu keiner Einigung kommen, werden die Streiks in Mecklenburg-Vorpommern ausgeweitet.


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