Wo Schweigeminuten und Dauerlauf zum Schulalltag gehören
(bikl) Drei Monate lang begleitete der Dokumentarfilmer Florian Fickel für den SWR den Alltag von Schülern und Lehrern im Internat Schloss Salem, Deutschlands wohl bekanntester Promi-Schule. 300 Stunden Filmmaterial kamen zusammen, aus denen er 150 Minuten für die fünfteilige Doku-Soap "Das Internat SchlossSalem" heraus filterte. Ab heute bis zum Freitag strahlt arte die Folgen täglich um 20.15 Uhr aus.
07.02.2005 ArtikelDas in malerischer Landschaft nahe des Bodensees gelegene Internat wurde 1920 gegründet. Bis heute sind in Schloss Salem Schüler, Lehrer und Mentoren untergebracht und bis heute hält sich auch die Meinung, Salem sei Sprösslingen reicher Familien vorbehalten, die es an öffentlichen Schulen nicht packen.
Fakt ist, dass in Schloss Salem bekannte deutsche Persönlichkeiten ihre Schulkarrieren abschlossen: der Schriftsteller Golo Mann, die Politikerin Hildegard Hamm-Brücher oder die Publizistin Elisabeth Noelle-Neumann. Auch sie waren erfolgreich gefestigt gemäß den Leitsätzen der Schulgründer Kurt Hahn und Prinz Max von Baden: "Toleranz und hohe Bürgertugenden". Strenges Regelwerk gehört auch heute noch zum Schulalltag der Schüler. Der Tag beginnt morgens um sechs Uhr mit einem 15-Minuten-Lauf. Schweigeminuten beim Essen sind einzuhalten, obligatorische Dienste bei Feuerwehr oder Technischem Hilfswerk sind abzuleisten.
Aber der noch so gut orgnisierter Alltag kann auch in Salem nicht verhindern, dass die Schüler der Abgeschiedenheit des Internats versuchen zu entfliehen. Sie planen unter anderem eine Open-Air-Party mit Musik und Flaschendrehen. Reichlich Stoff also auch außerhalb der Klassenzimmer, um 150 Filmminuten unterhaltsam zu füllen.
Weitere Infos:
www.salemcollege.de/
www.arte-tv.de
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