Baden-Württemberg

266 Habilitationen im Jahr 2014

Im Jahr 2014 wurden nach Angaben des Statistischen Landesamtes 65 Wissenschaftlerinnen und 201 Wissenschaftler an Hochschulen in Baden‑Württemberg habilitiert. Erhoben wurden alle Neuhabilitierten (ohne Umhabilitationen), für die das Habilitationsverfahren bis zum 31. 12. 2014 abgeschlossen war. Im Jahr 2013 betrug die Gesamtzahl der Habilitationen 263.

29.05.2015 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Bis zum Jahr 2002 (407) war die Anzahl der Habilitationen stetig gestiegen, in den Folgejahren ging sie zurück. Im Jahr 2014 bilden die Habilitationen in der Humanmedizin mit 154 den weitaus größten Anteil in der Aufteilung nach Fächergruppen, gefolgt von den Habilitationen in Mathematik und Naturwissenschaften mit 53 und den Habilitationen in den Sprach- und Kulturwissenschaften mit 32. In der Humanmedizin liegt der Frauenanteil der Habilitierten mit 23,4 Prozent genau um einen Prozentpunkt niedriger als bei den Habilitationen insgesamt (24,4 Prozent).

Der jüngste Habilitand war ein Dreißigjähriger (Lehr- und Forschungsbereich: Klinisch-Praktische Humanmedizin), der älteste ein Dreiundsechzigjähriger (Lehr- und Forschungsbereich: Architektur). Die Habilitierten waren im Durchschnitt 40,4 Jahre alt (Frauen: 40,1 Jahre; Männer: 40,6 Jahre). Die Altersgruppe der 35- bis 40-Jährigen steuert mit nahezu 44 Prozent den weitaus größten Anteil der Fünfjahres-Altersgruppen bei. Wie im Vorjahr erwarben 36 Prozent der Habilitanden ihre Qualifikation an der Universität Heidelberg (96), gefolgt von der Universität Tübingen (64) mit einem Anteil von 24 Prozent. 40 der im Jahr 2014 Habilitierten waren Wissenschaftler mit ausländischer Staatsangehörigkeit (15 Prozent).

Hinweis

Die Habilitation bildet in Deutschland die höchstrangige akademische Prüfung, in der herausragende Leistungen in wissenschaftlicher Forschung und Lehre nachzuweisen sind. An Universitäten und gleichgestellten Hochschulen war sie bis Ende des 20. Jahrhunderts in den meisten Fächern Regelvoraussetzung für die Berufung zur Professur. Mit der 2002 in Deutschland eingeführten Juniorprofessur ist die Möglichkeit, ohne Habilitation zum Professor an einer Universität berufen zu werden, erweitert worden. Dieser Qualifikationsweg konkurriert mit der Habilitation.


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