Philologenverband:

Abschaffung der Gymnasiallehrerbildung in Berlin ist ein Irrweg!

Die in den "Empfehlungen zur Lehrerbildung" unter Leitung von Jürgen Baumert enthaltenen Vorschläge hält Andreas Bartsch, Vorstandsmitglied des Deutschen Philologenverbandes, für falsch und nicht zielführend.

08.10.2012 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

"Die geplante Verschmelzung der Lehrerbildung von Gymnasien und Sekundarschulen wird erstens nicht zu einer Niveauanhebung, sondern zu einer Nivellierung führen und zweitens genau das beseitigen, was den Gymnasiallehrer auszeichnet, seine spezi-fische Qualifikation, Gymnasiasten von Anfang an auf die Studierfähigkeit vorzubereiten. Der gymnasiale Anforderungsanspruch besteht von Anfang an und ist kein Spezifikum der Oberstufe", betonte Bartsch.

Kritik übte Bartsch auch an der Art und Weise, wie auf die Inklusion in der Lehrerbildung reagiert werden solle. Die freiwilligen Zusatzmodule würden mit Sicherheit keine große Akzeptanz finden.

Bartsch zeigte sich überzeugt, dass sich bei Umsetzung der Lehrerbildungsreformpläne die Berliner Lehrerbildung so weit von den anderen Bundesländern abkoppeln werde, dass gerade im Hinblick auf eine Tätigkeit an Gymnasien in Zukunft kaum ein Berliner Bewerber eine Anstellung in anderen Bundesländern finden werde.


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