Ahnen: Land fördert Forschungsleistungen in der Mikrotechnik

Rheinland-Pfalz möchte Forschungsleistungen im Bereich der Mikrotechnik noch nachhaltiger fördern. So schaffe das Land derzeit die Voraussetzungen dafür, dass die Universitäten in Mainz und Kaiserslautern im Bereich magnetischer Mikrosysteme künftig noch enger mit regionalen Unternehmen zusammenarbeiten können, sagte Wissenschaftsministerin Doris Ahnen bei der Jahrestagung des Mikrosystemtechnik-Netzwerks Rhein-Main e.V. in Mainz. Dafür stelle das Land für die Jahre 2008 bis 2010 600.000 Euro zur Verfügung.

06.06.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Ein zweiter Schwerpunkt gelte der Nachwuchsförderung, erklärte die Ministerin und verwies darauf, dass am Standort Zweibrücken der Fachhochschule Kaiserslautern schon vor einigen Jahren ein spezieller Studiengang Mikrosystemtechnik eingerichtet worden sei.

"Mikrotechnik zählt unbestritten zu den wichtigen Schlüsseltechnologien unserer Zeit. Wir nehmen sie nicht immer bewusst wahr, doch hat sie längst unseren Alltag erobert", erklärte Ahnen und verwies auf den Einsatz der Mikrotechnik in der Hightech-Industrie, aber auch in vielen Alltagsgegenständen wie Haushaltsgeräten, Handys und Computern.

Alleine in Deutschland seien rund 680.000 Arbeitsplätze direkt mit der Mikrosystemtechnik verbunden. Vor diesem Hintergrund erfülle das Mikrosystemtechnik-Netzwerk eine wichtige Aufgabe, so die Ministerin. Es biete den Mitgliedern nicht nur eine Kontakt- und Kommunikationsplattform, sondern schaffe vielfältige Synergieeffekte – von gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten bis hin zu Seminaren und Praktika.

Gerade in Mainz sei man in Sachen Mikrosystemtechnik gut aufgestellt, befand die Ministerin. So sei der Gastgeber der Jahrestagung, das Institut für Mikrotechnik (IMM), mit seinen derzeit rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der Vorzeigeeinrichtungen in diesem Bereich.

Das IMM sei eine Keimzelle für Unternehmensgründungen. Aus ihm seien rund 20 neue, innovative Unternehmen hervorgegangen, die mittlerweile mehr als 200 hochqualifizierte Frauen und Männer beschäftigen – die meisten davon im Bereich der Mikrosystemtechnik.

Das IMM erfülle eine Scharnierfunktion zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und betreibe Forschung und Entwicklung nicht nur im eigenen Haus, sondern auch im Verbund mit anderen wissenschaftlichen Institutionen, etwa der Johannes Gutenberg-Universität Mainz oder dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz.

Das Institut bringe regelmäßig hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hervor und bilde junge Fachkräfte auf hohem Niveau aus. Seit seinem Bestehen habe das IMM deutlich mehr als 1.000 Frauen und Männer auf diese Weise weiterqualifiziert. "Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Behebung des Fachkräftemangels", sagte Ahnen. Vor diesem Hintergrund sei eine jährliche Förderung des IMM durch das Land in Höhe von fünf Millionen Euro völlig gerechtfertigt.

Um die Forschung und Technologie in Rheinland-Pfalz weiter voranzubringen, stelle die Landesregierung erhebliche Mittel aus dem 200 Millionen Euro umfassenden Hochschulsondervermögen Wissen schafft Zukunft II für den Ausbau der Forschungsinfrastruktur, strategische Partnerschaften zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie den Auf- und Ausbau von Netzwerken und Clustern im Bereich der Schlüsseltechnologien zur Verfügung. "Damit beschleunigen wir Innovationsprozesse und den Wissens- und Technologietransfer", sagte Ahnen.


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