Ahnen: Studienanfänger- und –abschlussquote weiter erhöhen
Doris Ahnen, Koordinatorin der SPD-geführten Länder in bildungs- und wissenschaftspolitischen Fragen, sieht in der heute vorgelegten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" eine Aufforderung, die Anstrengungen von Bund und Ländern, das Bildungssystem weiter voranzubringen, fortzusetzen.
18.09.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz"Wir haben in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungsstand der Bevölkerung zu sichern und auszubauen. Weitere Anstrengungen werden notwendig sein, um international konkurrenzfähig zu sein und zu bleiben", sagte Ahnen.
Gut ausgebildete Fachkräfte seien für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung eines Landes von zentraler Bedeutung. "Bildung auf einen Blick" weise aus, dass sowohl die Studienanfänger- als auch die Studienabschlussquote Deutschlands unter dem OECD-Durchschnitt lägen – auch wenn man berücksichtigen müsse, dass in Deutschland viele Qualifikationen traditionell im System der beruflichen Ausbildung vermittelt würden, die in anderen Staaten an Hochschulen vermittelt würden.
Erfreulicherweise gebe es mittlerweile einen politischen Konsens darüber, dass Deutschland die Studienanfänger- und Studienabschlussquote deutlich steigern müsse, sagte die Sprecherin der SPD-Länder. Mit der Umstellung auf die neuen gestuften Studienabschlüsse und der Umsetzung des Hochschulpakts seien dafür gute Voraussetzungen geschaffen worden.
"Ich befürchte dennoch, dass die Einführung von Studiengebühren in einigen Bundesländern uns den Weg zu diesem gemeinsam verabredeten Ziel erheblich erschweren wird", sagte Ahnen. Man werde sehr genau beobachten müsse, wie sich die Zahl der Studienanfängerinnen und –anfänger in den Gebührenländern entwickelt.
"Es kann nicht sein, dass diese Länder ihre Verantwortung, möglichst vielen jungen Menschen den Zugang zu einem Hochschulstudium zu ermöglichen, auf jene Länder abwälzen, die sich aus vielen guten Gründen dafür entschieden haben, keine Studiengebühren zu erheben", erklärte die rheinland-pfälzische Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur.
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