Akademische Abschlussprüfungen in Bayern sinken im Jahr 2022 um 4,7%
Nach vorläufigen Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden im Prüfungsjahr 2022 an den Hochschulen in Bayern insgesamt 74 957 Abschlussprüfungen erfolgreich abgelegt. Damit meldeten die Prüfungskanzleien 4,7 Prozent weniger bestandene Prüfungen als im Vorjahr.
02.08.2023 Bayern Pressemeldung Bayerisches Landesamt für StatistikEs erwarben 4 910 Akademikerinnen und Akademiker einen Doktortitel.
Im Prüfungsjahr 2022 (Wintersemester 2021/22 und Sommersemester 2022) wurden an den Universitäten und Fachhochschulen in Bayern 74 957 Abschlussprüfungen erfolgreich abgelegt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach vorläufigen Angaben weiter mitteilt, sinkt die Zahl der Studienabschlüsse damit gegenüber dem vorangegangenen Prüfungsjahr um 4,7 Prozent.
Nach Hochschularten sind 35 119 universitäre Abschlüsse (46,9 Prozent) und 28 810 Fachhochschulabschlüsse (38,4 Prozent) zu verzeichnen. Unter den bestandenen Prüfungen sind ferner 4 756 Lehramtsprüfungen, 4 910 Promotionen sowie 1 362 künstlerische oder sonstige Hochschulabschlüsse.
Wie differenzieren sich die Absolventen fächer- und geschlechterspezifisch?
Frauen legen mit 50,7 Prozent etwas mehr als die Hälfte aller bestandenen Prüfungen ab. Bei den universitären Studienabschlüssen liegt der Frauenanteil bei 50,1 Prozent, bei den Promotionen bei 46,0 Prozent. Fachhochschulabschlüsse werden dagegen überwiegend von Männern erworben (52,6 Prozent). Überdurchschnittlich hoch fällt der Anteil der Absolventinnen bei künstlerischen und sonstigen Abschlüssen (59,8 Prozent) aus.
Weniger Abschlüsse in den MINT-Fächern
In den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Natur- wissenschaften und Technik) sinkt die Zahl der Abschlüsse im Prüfungsjahr 2022 gleichlaufend mit der allgemeinen Entwicklung um 3,2 Prozent auf 30 180. An den Fachhochschulen beträgt der MINT-Anteil 41,9 Prozent, bei den universitären Abschlüssen beläuft er sich auf 46,8 Prozent. Der Frauenanteil im MINT-Bereich liegt bei 32,0 Prozent und steigt im Vergleich zum Vorjahr leicht.
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