Ausgaben der Hochschulen in Baden-Württemberg steigen um gut acht Prozent auf 2,5 Milliarden Euro

Wie das Statistische Landesamt im Rahmen der Hochschulfinanzstatistik feststellt, gaben die 69 Hochschulen in Baden-Württemberg1) im Jahr 2006 insgesamt knapp 2,5 Milliarden Euro aus. Gegenüber 2005 ist dies eine Zunahme um knapp 191 Millionen Euro bzw. 8,4 Prozent. Mit nahezu 1,6 Mrd. Euro bzw. 63 Prozent bilden die Personalkosten den größten Ausgabeposten. Nahezu 290 Mill. Euro wurden für Investitionen ausgegeben. Allein auf die neu Universitäten des Landes entfiel im Jahr 2006 mit 1,8 Mrd. Euro ein Ausgabevolumen von 74 Prozent. Rund 92 Prozent aller Drittmitteleinnahmen fließen an die Universitäten.

17.04.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Die Hochschulen erzielten im Jahr 2006 Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 597 Mill. Euro und damit knapp 29 Mill. Euro weniger als 2005. Der "Einnahmeunterschuss", also die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben wird – für die Hochschulen des Landes – aus dem allgemeinen Landeshaushalt gedeckt und in der Hochschulfinanzstatistik aus systematischen Gründen nicht nachgewiesen. Der "Löwenanteil der Einnahmen" der Hochschulen insgesamt mit knapp 461 Mill. Euro sind nach wie vor die Drittmittel (+6 Prozent gegenüber Vorjahr), wobei allein 92 Prozent der eingeworbenen Drittmitteln an die 9 Universitäten flossen. Mit der Einwerbung von Drittmitteln konnten die Universitäten im Jahr 2006 insgesamt knapp ein Viertel ihrer Gesamtausgaben decken. Bei den anderen Hochschulen beträgt der Deckungsgrad der Drittmitteln an den Ausgaben hingegen weit unter 10 Prozent. Die meisten Drittmittel mit rund 148 Mill. Euro kamen im Jahr 2006 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, gefolgt von der gewerblichen Wirtschaft mit rund 109 Mill. Euro und dem Bund mit 80 Mill. Euro.

1) 2006: Ohne Angaben der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.

Weitere Informationen
Hinweis: Da ab dem Jahr 2006 die Hochschulen getrennt nach kameraler und kaufmännischer Buchführung erhoben werden, ist ein Vorjahresvergleich nur noch eingeschränkt und nicht mehr in tiefer Gliederung möglich.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden