Bachelor- und Masterabschlüsse von Wirtschaft nachhaltig unterstützt

"Die Zukunft der akademischen Ausbildung in Baden-Württemberg gehört den Bachelor- und Masterabsolventen. Ich appelliere an die Studierenden, die neuen Studienangebote an den Hochschulen des Landes frühzeitig anzunehmen", sagte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg bei einer Pressekonferenz am 24. Januar in Stuttgart.

24.01.2005 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Gemeinsam mit dem Präsidenten des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages, Dipl.-Ing. Till Casper, und dem Vorstandsvorsitzenden des Landesverbands der Baden-Württembergischen Industrie (LVI), Dr. Hans-Eberhard Koch sowie dem geschäftsführenden LVI-Vorstandsmitglied Wolfgang Wolf nutzte der Minister die Landespressekonferenz, um über die neuen Bachelor- und Masterabschlüsse und deren Akzeptanz durch die Wirtschaft und Industrie zu informieren. Gleichzeitig stellte er eine neue Broschüre des Wissenschaftsministeriums zu den BA/MA-Abschlüssen vor.

"Die flächendeckende Einführung der BA/MA-Studiengänge bis zum Jahr 2010 ist eines der wichtigsten Ziele der baden-württembergischen Hochschulpolitik. Mit Inkrafttreten des Landeshochschulgesetzes am 6.1.2005 haben wir die gestufte Studienstruktur mit aufeinander aufbauenden Bachelor- und Master-Studiengängen als Regelmodell verbindlich eingeführt", führte der Minister aus. Die neue Studienstruktur ermögliche es nun, dass ein großer Teil eines Altersjahrgangs ein Hochschulstudium aufnehmen und zu Ende führen könne. Mit dem differenzierteren Ausbildungsangebot, das sich an den Erwartungen der Arbeitgeber ausrichte, hätten die Abgänger, so der Minister, die besten Chancen für den Einstieg in den Beruf.

Der Präsident des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertages, Dipl.-Ing. Till Casper betonte, dass die Wirtschaft die Umstellungspläne der Landesregierung nachdrücklich unterstütze. "Wir begrüßen, dass in Baden-Württemberg durch die Einführung des Bachelors künftig eigenständige, berufsqualifizierende Hochschulabschlüsse nach relativ kurzer Zeit erreicht werden können." Im Hinblick auf den globalen Wettbewerb sei die damit verbundene nachhaltige Förderung des Studien- und Forschungsstandorts Deutschland unabdingbar. Der LVI-Vorstandsvorsitzende Dr. Hans-Eberhard Koch erklärte, die Industrie sei bereit, den Umgestaltungsprozess an den Hochschulen beratend zu begleiten. Dabei müsse der Bachelor ein berufsbefähigender Abschluss sein, der keinesfalls nur als Vorstufe zum Masterstudium angesehen werden dürfe. "Die Industrie sieht keinen Bedarf an Hochschulabgängern, die besondere Eingliederungsleistungen benötigen."

Minister Frankenberg betonte, dass das für jeden neuen BA/MA-Studiengang vorgeschriebene Akkreditierungs- und Evaluierungsverfahren dazu beitragen wird, den Qualitätsstandard an den baden-württembergischen Hochschulen zu sichern. "Bachelor und Master verbessern die Ausbildungssituation und schaffen ein differenzierteres Studienangebot an den Hochschulen", so der Minister.

Die Wirtschaftsvertreter verwiesen auf das positive Ergebnis der vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Juli 2004 durchgeführten Befragung, wonach die hierzulande noch relativ neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master bei den führenden deutschen Unternehmen gut ankämen. "Doch auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen sind Bachelor- und Masterabsolventen zunehmend erwünscht. Von den Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern, die bislang keinen Bachelor- und Masterabsolventen beschäftigen, würden rund zwei Drittel Absolventen der neuen Studienabschlüsse einstellen", verwies Wolfgang Wolf, geschäftsführendes LVI-Vorstandsmitglied, auf das Umfrageergebnis.

Minister Frankenberg präsentierte in der Pressekonferenz die vom Wissenschaftsministerium neu herausgegebene Broschüre "Bachelor und Master - Neue Studienabschlüsse an den Hochschulen in Baden-Württemberg". Diese geht auf häufig gestellte Fragen zu den gestuften Studiengängen ein, die sich einerseits Studierende und andererseits Personalchefs in den Unternehmen stellen. Erfahrungsberichte von Lehrenden und Studierenden aus den Hochschulen zeigen gleichermaßen wie Stimmen aus der Wirtschaft, dass die Einführung der BA/MA-Abschlüsse erfolgreich angelaufen ist.

Die Broschüre kann bei der Pressestelle des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Königstraße 46, 70173 Stuttgart (Tel.: 0711/279-3005), E-Mail: presse@mwk.bwl.de kostenlos bezogen werden und ist online unter der Internetadresse www.mwk.baden-wuerttemberg.de im pdf-Format abrufbar.


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