Bachelorabsolventen: Mehr Chancen bei Großunternehmen
(red/pm) Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland stehen den neuen Universitätsabschlüssen, insbesondere dem Bachelor, eher kritisch gegenüber. Das ergab eine Umfrage Instituts für Mittelstandsforschung.
03.06.2011 ArtikelInsgesamt, so die Studie, reichen die Einstellungen der Unternehmen gegenüber der Einführung der neuen Studiengänge von weitgehender Zustimmung bis zu nahezu vollständiger Ablehnung. Die meisten Unternehmen stehen der Reform jedoch eher indifferent gegenüber.
So kritisieren die Unternehmen etwa, dass aus ihrer Sicht die Lehrinhalte der neuen Studiengänge keineswegs praxisnäher als die der alten Studiengänge seien. Zudem sind sie mit dem Fachwissen, den analytischen Fähigkeiten und der Befähigung zum eigenständigen Arbeiten der Bachelor-Absolventen im Vergleich zu den Bewerbern mit einem herkömmlichen oder einem Master-Abschluss etwas weniger zufrieden.
Bachelor-Absolventen, das ergab die Studie auch, werden eher von wachsenden und beschäftigungsstarken Unternehmen eingestellt, während kleine und mittlere Unternehmen zurückhaltender sind. Immerhin hat mehr als die Hälfte der Unternehmen, die in den letzten drei Jahren Akademiker rekrutiert haben, Absolventen der neuen Studiengänge, vor allem Bachelor-Absolventen, eingestellt.
Knapp die Hälfte der Befragten räumte ein, nicht hinreichend über die konkreten Inhalte der Reform informiert zu sein, etwa über Qualitätsmerkmale der Studiengänge und Inhalte der Lehrpläne. Zudem fehlt ihnen häufig der Überblick über die Studiengänge und die Bezeichnungen der neuen Abschlüsse.
Grundlage der Studie war eine Befragung von Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern aus ausgewählten Wirtschaftsbereichen des produzierenden und des Dienstleistungssektors, die sich durch einen hohen Anteil von Akademikern an der Belegschaft auszeichnen.
Weiterführende Links
- Studie: Erfahrung mittelständischer Unternehmen mit den neuen Abschlüssen Bachelor und Master
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