Baden-Württemberg wird Zentrum der Archäometrie in Deutschland

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat die Zusammenarbeit zwischen der Universität Tübingen und den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim auf dem Gebiet der Archäometrie als "bislang bundesweit einmalig und richtungsweisend" bezeichnet.

07.03.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Mit der Gründung des Curt-Engelhorn-Zentrums Archäometrie durch die Curt-Engelhorn-Stiftung und die Universität Tübingen wird Baden-Württemberg zum Zentrum der Archäometrie in Deutschland", erklärte Frankenberg im Vorfeld der Eröffnung des Zentrums am 7. März in Mannheim.

Die Archäometrie ist ein Forschungsfeld zur Untersuchung von Ausgrabungsstücken an der Schnittstelle von Archäologie, Kunst- und Kulturgeschichte einerseits sowie den Naturwissenschaften andererseits. Das Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie wurde im November 2004 als gemeinsame gGmbH der Universität Tübingen und der Curt-Engelhorn-Stiftung gegründet und ist ein An-Institut der Universität. Die offizielle Eröffnung findet am 22. März 2006 statt. Leiter des Zentrums ist Prof. Dr. Ernst Pernicka, der auch Inhaber des Lehrstuhls für Archäometrie an der Universität Tübingen ist. Der Name des Wissenschaftlers ist eng mit den archäometrischen Untersuchungen zur Echtheit der Himmelsscheibe von Nebra verbunden. Die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim würdigen diese und weitere Arbeiten in der Ausstellung "Der geschmiedete Himmel - die Himmelsscheibe von Nebra", die am 9. März eröffnet wird (vgl. hierzu auch Pressemitteilung Nr. 30 vom 9.3.2006).

"Mit dem Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie wurde in Baden-Württemberg eine Forschungseinrichtung geschaffen, die Echtheitsuntersuchungen auf höchstem wissenschaftlichen Niveau vornimmt", betonte Minister Frankenberg. "Die auf dem neuesten Stand der Technik ausgestatteten Forschungslabors bieten ideale Voraussetzungen für die Anwendung der verschiedenen Analysemethoden in der Archäologie." Der Minister hob hervor, dass die für das Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie gewählte Rechtsform einer gGmbH sicherstelle, dass neben Drittmitteleinnahmen aus Forschungsvorhaben auch Einnahmen aus Untersuchungen für Dritte der archäometrischen Forschung ohne Abstriche zufließen können. Hierzu gehören zum Beispiel Untersuchungen über das wirkliche Alter von Ausgrabungsstücken. Frankenberg: "Bei dieser Zusammenarbeit handelt es sich um einen Musterfall von Public Private Partnership, die angesichts knapper öffentlicher Haushalte in Zukunft für Forschung und Lehre weiter an Bedeutung gewinnen wird."

Für die Universität Tübingen bedeute die Einrichtung eines Forschungs- und Lehrgebietes Archäometrie und Archäometalogie "einen weiteren Schritt zur Profilschärfung", so Frankenberg. "Die Universität Tübingen ist auf den Gebieten Archäologie und Altertumswissenschaften hervorragend aufgestellt. Forschungsleistungen und Funde aus dieser Hochschule haben weltweit Anerkennung gefunden." In einer beispielhaften Zusammenarbeit zwischen der VW-Stiftung, der Curt-Engelhorn-Stiftung, der Universität Tübingen und dem Land Baden-Württemberg sei es in kürzester Zeit gelungen sei, die Archäometrie in Baden-Württemberg zu etablieren.

Weitere Informationen zum Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie unter http://www.reiss-engelhorn-museen.de" target="_blank" class="extern">www.reiss-engelhorn-museen.de/>http://www.reiss-engelhorn-museen.de.


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