Bericht zur Strukturevaluation Geowissenschaften übergeben

Der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Dietrich Birk, hat am 14. Dezember den Bericht zur Strukturevaluation Geowissenschaften entgegen genommen. Das Land hatte die Evaluation in Auftrag gegeben, um Empfehlungen für eine standortübergreifende Weiterentwicklung der Geowissenschaften im Land zu erhalten.

14.12.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Die Geowissenschaften befinden sich in einem Strukturwandel. Mit dem vorliegenden Bericht erhalten wir wertvolle Empfehlungen, um die Erdwissenschaften gemeinsam mit den betroffenen Universitäten in Baden-Württemberg insgesamt und an den einzelnen Standorten erfolgreich weiterzuentwickeln. Den Gutachtern möchte ich für ihr Engagement und die hervorragenden Leistungen danken", sagte Birk am 14. Dezember in Stuttgart vor Pressevertretern.

Eine 13-köpfige Gutachterkommission unter der Leitung von Professor Dr. Volker Mosbrugger, dem Direktor des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums in Frankfurt/Main, hatte seit Oktober 2006 an der Evaluation gearbeitet. Mosbrugger stellte fest, dass die Initiative des Ministeriums zu der Strukturevaluation zum richtigen Zeitpunkt erfolgt ist: "Die Geowissenschaften entwickeln sich zur einer Systemwissenschaft, die eine zentrale Rolle beim Umgang mit

Zukunftsproblemen wie Georisiken, dem globalen Wandel oder der Verfügbarkeit von Georessourcen spielt." Mit dieser Erneuerung des Fachs sei dessen traditionelle Untergliederung in zahlreiche Teildisziplinen wie Geologie, Geophysik, Geographie überwindbar. Nach Mosbruggers Worten kann so die Kompetenz, die bisher vielerorts auf viele kleine Institute verteilt war, gebündelt und stärker vernetzt werden.

Die Empfehlungen beinhalten Hinweise dazu, wo in regionalen Verbünden die Kompetenz der einzelnen Standorte sinnvoll gebündelt werden kann. Beispielsweise wird ein Geoverbund Nordbaden empfohlen, der von den Universitäten Heidelberg und Karlsruhe bereits initiiert wurde oder eine Kooperation der Universitäten Hohenheim, Stuttgart und Tübingen. Das Gutachten enthält weiterhin eine Analyse, in welchen Teilbereichen das Fach gestärkt werden sollte ­ sowohl an einzelnen Standorten als auch landesweit. So wird unter anderem eine Stärkung der Geoinformatik empfohlen.


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