Bibliotheksservice-Zentrum Konstanz (BSZ) feiert zehnjähriges Jubiläum

"Das Bibliotheksservice-Zentrum in Konstanz ist seit seiner Gründung im Jahr 1996 zu der Dienstleistungszentrale für die wissenschaftlichen Bibliotheken in Baden-Württemberg und den Partnerländern Saarland, Sachsen und Rheinland-Pfalz geworden und aus der deutschen Bibliothekslandschaft nicht mehr wegzudenken", sagte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg anlässlich des 7. BSZ-Kolloquiums am 22. November in Stuttgart.

22.11.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Neben dem zehnjährigen Jubiläum des Bibliotheksservice-Zentrums werden auch das 20-jährige Bestehen des Südwestdeutschen Bibliotheksverbunds und die Gründung des Zentralkatalogs vor 50 Jahren gefeiert. Der 1956 angelegte Zentralkatalog, der heute noch Bestände von ca. 8,5 Mio. Katalogzetteln bis zum Erwerbungsjahr 1983 verzeichnet, ist insbesondere für Altbestände bis 1900 von großer Bedeutung.

Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg bietet ein umfassendes Dienstleistungsspektrum rund um Bibliotheken, Museen und Archive und versorgt diese Einrichtungen mit branchenspezifischen, innovativen Daten- und Serviceleistungen. Mit dem Südwestdeutschen Bibliotheksverbund haben die Nutzerinnen und Nutzer Online-Zugriff auf 12 Mio. Titel und mehr als 32 Mio. Bestandsnachweise von über 1.000 wissenschaftlichen Bibliotheken primär in Baden-Württemberg, dem Saarland und in Sachsen.

Angesichts des rasanten technologischen Fortschritts in unserer Informationsgesellschaft verwies Frankenberg auf die sich wandelnden Herausforderungen, vor denen die Bibliotheken stehen. "Kennzeichnend für das digitale Zeitalter ist die Verfügbarkeit von Informationen ungeachtet zeitlicher oder örtlicher Beschränkungen." Die Bibliotheken hätten, so der Minister, mit ihrem Angebot auf diese gestiegenen Ansprüche reagiert, beispielsweise mit virtuellen Auskunftsdiensten, überregionalen Katalogen, Volltextdatenbanken und online zugänglichen Zeitschriften. "Das Bibliotheksservice-Zentrum übernimmt auch in Zukunft eine wichtige Rolle, indem es diejenigen Service-Angebote herausfiltert, die die Qualität der Informationsversorgung durch die Bibliotheken noch weiter steigern", stellte der Wissenschaftsminister heraus. Dabei gewinne auch die Zusammenarbeit mit anderen Bibliotheksverbünden im Daten-, Erfahrungs- und Technologieaustausch zunehmende Bedeutung. "Das gemeinsame Auftreten mit anderen Verbünden erleichtert die Verhandlungen um Lizenzen für digitale Inhalte oder um die Öffnung internationaler Angebote für deutsche Wissenschaftler."

Die nationale, europäische und möglichst bald auch weltweite Vernetzung der Hochschulbibliotheken nannte Frankenberg als vordringliche Aufgabe für die Zukunft. "Damit können wir dem Ziel, Informationsdienstleistungen für alle Nutzer der beteiligten Bibliotheken zu jeder Zeit an jedem Ort anzubieten, einen wichtigen Schritt näher kommen."

Weitere Informationen: http://www.bsz-bw.de


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