Bonusprämien für Auftragsforschung: Wissenschaftsministerium honoriert Drittmitteleinwerbung an Hochschulen

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat 2008 staatliche Prämien in Höhe von fast 1 Mio. Euro für die Durchführung privater Forschungs- und Entwicklungsaufträge ausgeschüttet. Diese werden als zusätzliche Mittel den Universitäten (rund 700.000 Euro) und Fachhochschulen (250.000 Euro) zur Verfügung gestellt. "Mit dem Bonusprogramm möchten wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler motivieren, verstärkt Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für Unternehmen durchzuführen und dadurch private Forschungsgelder zu akquirieren", erklärte Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch. Gleichzeitig solle so die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gefördert werden.

18.12.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Im Bonusprogramm für die Fachhochschulen werden für die Einwerbung anwendungsbezogener Forschungs- und Entwicklungsaufträge nichtöffentlicher Auftraggeber Prämien in Höhe von bis zu 20 Prozent des Nettoauftragswertes gewährt. Seit Beginn des Programms im Juli 1999 haben die Fachhochschulen Bonuszahlungen in Höhe von rund 2 Mio. Euro erhalten. Dabei konnten ca. 93 Prozent der rund 1.400 gestellten Anträge positiv beschieden werden.

Seit dem Start des Bonusprogramms für die Universitäten im Jahr 1995 wurden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Mittel in Höhe von rund 9,8 Mio. Euro bewilligt. Die Durchführung anwendungsbezogener Forschungsprojekte wird mit Prämien in Höhe von bis zu 20 Prozent der dabei eingeworbenen Drittmittel honoriert. In den vergangenen zwölf Jahren wurden 1.780 Anträge mit einer Projektsumme von knapp 90 Mio. Euro eingereicht. Dabei konnten 87 Prozent der Anträge positiv beschieden werden. Projektträger für das Bonusprogramm der Universitäten ist die Einrichtung FUTUR – Forschungs- Und Technologietransfer Universität Regensburg.


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