Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten tagt in Bad Boll

Aus Anlass der Jahrestagung der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen in Bad Boll unterstrich Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg die Bedeutung der Gleichstellungspolitik in Wissenschaft und Forschung. "Wir wollen die Karrierechancen von Frauen an Hochschulen verbessern. Unser längerfristiges Ziel sollte es sein, den Anteil von Professorinnen von derzeit 13 Prozent auf 30 Prozent zu erhöhen. Das Land hat dazu eine Reihe von Initiativen ergriffen", sagte Frankenberg am 18. September in Stuttgart.##

18.09.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Ein wichtiges Anliegen ist laut Frankenberg die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie. "Die Entscheidung für eine Familie darf nicht automatisch die Entscheidung gegen eine wissenschaftliche Karriere bedeuten. Mit unserem neuen Schlieben-Lange Programm unterstützen wir Mütter bei ihrer Promotion oder Habilitation. Hinzu tritt ein verbessertes Kinderbetreuungsangebot an den Hochschulen und Berufsakademien, das wir durch ein besonderes Programm fördern". Um die Chancen von Frauen bei Berufungen auf Professuren zu verbessern, werde der Frauenanteil in Berufungskommissionen erhöht; künftig müssten mindestens zwei Wissenschaftlerinnen in den Kommissionen vertreten sein. Bei Bewerbungen von Frauen müsse mindestens eines der externen Gutachten bei einer Wissenschaftlerin eingeholt werden.

Aber auch die Hochschulen seien in der Pflicht, eigene Gleichstellungsprogramme zu entwickeln. "Wir wollen im Rahmen der Hochschulfinanzierung stärkere Anreize dafür schaffen", sagte Frankenberg. Einen Ansatz könne die Weiterentwicklung der leistungsorientierten Mittelverteilung bilden.

Der Wissenschaftsminister betonte außerdem die Notwendigkeit, den Anteil von Studentinnen in naturwissenschaftlichen und technikwissenschaftlichen Studienfächern zu erhöhen. "Wir brauchen neue Ansätze, die das Interesse von Mädchen und jungen Frauen an Fächern zu wecken, die häufig - und zu unrecht - als Männerdomänen angesehen werden", sagte Frankenberg.


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