Bundesverdienstkreuz für Prof. Falk Roscher

Für sein hochschulpolitisches Engagement sowie seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz im sozialen Bereich wurde dem ehemaligen Rektor der Fachhochschule Esslingen, Hochschule für Sozialwesen, Prof. Dr. Falk Roscher, das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Wissenschaftsminister Prof. Peter Frankenberg übergab die Auszeichnung am 6. Juni in Stuttgart und würdigte Prof. Roscher als außergewöhnliche Persönlichkeit mit hohem sozialen Verantwortungsgefühl. "Sie haben die Hochschule in einer entscheidenden Phase ihrer Entwicklung maßgeblich geprägt. In Ihre Amtszeit fällt die Einrichtung der pflegewissenschaftlichen Studiengänge und die Umstellung auf die gestufte Studiengangstruktur, bei der die Esslinger Hochschule für Sozialwesen im Land eine wichtige Vorreiterrolle gespielt hat", so der Minister.

06.06.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Der Wissenschaftsminister stellte die Konzeption und Einrichtung des neuen Bachelorstudiengangs "Bildung und Erziehung in der Kindheit" besonders heraus. "Dieser Studiengang ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie eine Hochschule mit einer innovationsfreudigen Struktur- und Entwicklungsplanung gesellschaftliche Notwendigkeiten aufgreifen und Hilfestellung für die Praxis anbieten kann."

Frankenberg unterstrich auch das große soziale Engagement des ehemaligen Hochschulrektors, der auch große Aktivität in der Wohnungslosenhilfe entwickelt hatte. "Ihr juristischer Sachverstand und großer Einsatz für den von Ihnen ehrenamtlich geleiteten Ambulante Hilfe e.V. Stuttgart haben die Arbeit und das hervorragende Ansehen des Vereins bundesweit geprägt und in diesem Bereich Maßstäbe gesetzt", hob der Minister hervor.

Falk Roscher wurde 1944 in Crostau, Sachsen, geboren. Nach dem Abitur in Stuttgart und dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen war er von 1974 bis 1976 Richter beim Amts- und Landgericht Tübingen, 1976 Jugendstaatsanwalt. Zum Wintersemester 1976/77 wurde er an die Hochschule für Sozialwesen Esslingen abgeordnet, wo er eine Professur für Arbeits- und Sozialrecht sowie Verwaltungs- und Verfassungsrecht übernahm. Parallel dazu übte er Lehrtätigkeiten am Institut für Politikwissenschaft der Universität Stuttgart und am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Tübingen aus. Von 1993 bis 2006 war er Rektor der Hochschule für Sozialwesen Esslingen. Von 1994 bis 2006 war er Mitglied des Vorstandes der Rektorenkonferenz Baden-Württemberg und ab 1998 stellvertretendes Mitglied im Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Im sozialen Bereich engagierte er sich seit den 70er Jahren insbesondere in der Wohnungslosenhilfe.


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