Bundesweit einmaliger Bachelorstudiengang Archäometrie vorbereitet
"Die Entwicklung von Geräten und Methoden für Forschung und Lehre sowie für die medizinische Diagnostik und Produktkontrolle in der Industrie hat in den letzen Jahren Quantensprünge erlebt. Zu den neuesten Entwicklungen zählt die Röntgenstrahl-Computertomographie, die nicht nur in der medizinischen Diagnostik eine wichtige Funktion erfüllt", sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute im Rahmen der offiziellen Inbetriebnahme eines 3D-Röntgentomographen an der Universität Leipzig.
24.10.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusMit diesem Gerät sei eine weitere Alleinstellung der Universität Leipzig nicht nur in den neuen Bundesländern erreicht. "Der Tomograph steht Ingenieuren, Natur- und Materialwissenschaftlern, Medizinern und Kulturwissenschaftlern in Leipzig und darüber hinaus zur Verfügung und stärkt Sachsens Forschungslandschaft", so Dr. Stange. Das Spektrum zu erforschender Gegenstände reiche dabei von elektronischen Schaltungen über Prothesen bis zu jungsteinzeitlicher Keramik, von Werkstoffen aus Glas, Holz, Beton und Kunststoffen bis zu biomineralische Körpern.
Das Gerät werde neben der Forschung vor allem auch der Lehre zugute kommen und dabei insbesondere im Masterstudiengang Mineralogie und Materialwissenschaft angesiedelt sein.
Dem Profil der Universität Leipzig entsprechend werde aktuell ein in Deutschland einmaliger interdisziplinärer Bachelorstudiengang Archäometrie vorbereitet, in dem die Computertomografie eine wichtige Rolle spiele. Der Studiengang umfasst eine einzigartige Vernetzung zwischen Chemie, Mineralogie, Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften der Universität Leipzig mit Forschungseinrichtungen und Museen.
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