DFG-Sonderforschungsbereich großer Erfolg für den Zukunftsschwerpunkt Nanotechnologie
Der Zukunftsschwerpunkt Nanotechnologie in Hamburg hat einen neuen Erfolg zu verbuchen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat an der Universität Hamburg zum 1. Januar 2006 einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) mit dem Thema "Magnetismus vom Einzelatom zur Nanostruktur" eingerichtet und für einen Zeitraum von zunächst vier Jahren Forschungsmittel von rund 10. Mio. Euro bewilligt. Mit den in diesem Jahr beschlossenen Investitionen für das Interdisziplinäre Nanowissenschafts-Centrum Hamburg (INCH) und das Centrum für Angewandte Nanotechnologie (CAN) fließen damit in den nächsten Jahren rund 30 Mio. Euro in diese Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts.
12.12.2005 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt HamburgWissenschaftssenator Jörg Dräger: "Die Entscheidung der DFG belegt, dass Hamburg zu Recht in den Zukunftsschwerpunkt Nanotechnologie investiert: Die herausragenden Kompetenzen in der Hamburger Wissenschaft werden durch gezielte Investitionen von der Stadt gefördert. Die Bewilligung des DFG-Sonderforschungsbereichs bedeutet einen riesigen Erfolg für die Universität und den Wissenschaftsstandort Hamburg. Ich gratuliere Professor Wiesendanger und seinem Team herzlich zu diesem umfangreichen Projekt."
Am SFB 668 werden mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Universitäten in Hamburg und Kiel beteiligt sein. Bei der personellen Struktur wird stark auf die Nachwuchsförderung gesetzt, denn 14 der 27 Teilprojektleiter sind Nachwuchswissenschaftler. Sprecher des SFB 668 ist Prof. Dr. Roland Wiesendanger vom Institut für Angewandte Physik der Universität Hamburg.
Das Forschungsprogramm umfasst experimentelle und theoretische Untersuchungen zum Magnetismus einzelner Atome, Moleküle und Nanoteilchen. Ziel ist die Entwicklung von neuen Methoden der magnetischen Speicherung von digitalen Daten. Wenn es gelänge, einen Datenträger zu entwickeln, auf dem digitale Informationen Bit für Bit in benachbarte Einzelatome geschrieben werden können, wäre es möglich, die gesamte Literatur der Menschheit auf der Größe einer Briefmarke zu speichern.
Sonderforschungsbereiche gelten als besondere Auszeichnung für eine Hochschule, da diese nur für anspruchsvolle, aufwendige Forschungsvorhaben auf internationalem Niveau bewilligt werden.
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