Dr. Eva-Maria Stange: "Für gute Qualität der Lehre an Hochschulen brauchen wir mehr unbefristet beschäftigtes wissenschaftlichen Personal"

"Qualität in der Lehre an den Hochschulen braucht Kontinuität in den Lehrveranstaltungen. Eine gute Ausbildung der Studierenden ist nicht möglich mit ständig wechselnden Lehrkräften. Wir brauchen deshalb wieder mehr unbefristet beschäftigte wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den sächsischen Hochschulen." Die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange reagierte damit auf die heute vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Zahlen zur Beschäftigtenanzahl an den sächsischen Hochschulen.

06.07.2009 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

So sei es zwar erfreulich, dass die Zahl des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals, das hauptberuflich an Hochschulen beschäftigt ist, gestiegen sei (2008: 11.248 Beschäftigte; 2000: 9.282 Beschäftigte). Dies sei wegen der zusätzlichen Mittel aus dem Hochschulpakt 2020* möglich gewesen. Die Angaben des Statistischen Landesamtes belegten aber auch, dass mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt seien (wissenschaftliches und künstlerisches Personal: im Jahr 2008: 4.141 befristet Beschäftigte; 2000: befristet 3.434 Beschäftigte; dagegen im Jahr 2008: 3.171 unbefristet Beschäftigte, 2000: 4.091 unbefristet Beschäftigte).

"Für gute Lehre an Hochschulen braucht es gutes Personal. Die zurückgehenden Studienanfängerzahlen ab 2011 sind eine Chance, wieder mehr wissenschaftliches Personal auch unbefristet zu beschäftigen und so die Qualität der Lehre zu verbessern", so Ministerin Dr. Stange. Eine Möglichkeit sei die Schaffung von mehr "Tenure-Track-Stellen", die zunächst befristet sind, aber nach einer bestimmten Dauer in unbefristete Arbeitsverhältnisse münden. "In den nächsten Jahren haben wir auch in Sachsen einen massiven Fachkräftebedarf. Wenn wir unsere klügsten Köpfe hier im Land halten wollen, müssen wir ihnen vernünftige Arbeits- und Forschungsbedingungen mit Perspektive bieten", so Dr. Stange.

*Die vier sächsischen Universitäten erhalten im Rahmen des Hochschulpaktes 2020 eine Unterstützung von insgesamt 6 Millionen Euro, die vor allem der Umstellung im Rahmen des Bologna-Prozesses, der Qualitätssicherung und dem Qualitätsmanagement in den einzelnen Hochschulen dienen solle. Darüber hinaus erhalten die fünf Fachhochschulen in Form eines Drittmittelprojektes insgesamt 9 Millionen Euro für zusätzliche Lehr- und Betreuungsangebote. Für Konzeption und Angebot von Studiengängen bzw. Lehrveranstaltungen, die sich ausschließlich an Frauen wenden und diese für technische Fachrichtungen zu gewinnen versuchen, sind 1 Million Euro vorgesehen.


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