Baden-Württemberg

Drittmittel: Hochschulen nehmen mit 821 Mill. Euro Rekordsumme ein

Wie das Statistische Landesamt im Rahmen der Hochschulfinanzstatistik feststellt, betrugen die eigenen Einnahmen1) der Hochschulen2) in Baden-Württemberg im Jahr 2012 insgesamt 1,06 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Rückgang um gut 87 Mill. Euro (−7,6 Prozent). Dieser Rückgang ist größtenteils auf die Abschaffung der Studiengebühren bei den Hochschulen des Landes zurückzuführen. So verringerten sich die Einnahmen der staatlichen Hochschulen (ohne Verwaltungsfachhochschulen) aus Beiträgen der Studierenden, zu denen die Studiengebühren zählen, um 131 Mill. Euro (−80,9 Prozent) gegenüber dem Jahr 2011.

02.05.2014 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Die Drittmitteleinnahmen als wichtigste eigene Einnahmequelle der Hochschulen erreichten hingegen im Jahr 2012 mit insgesamt rund 821 Mill. Euro ein neues Rekordniveau. Damit konnten die Hochschulen in Baden-Württemberg 46,7 Mill. Euro bzw. 6 Prozent mehr Drittmittel einwerben als ein Jahr zuvor. Die Hochschulen deckten somit im Jahr 2012 fast ein Viertel (23,4 Prozent) ihrer Ausgaben mit Einnahmen aus Drittmitteln. Dies sind rund 5 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2002 (18,1 Prozent).

Mit einem Anteil von 37 Prozent (305,5 Mill. Euro) an allen im Jahr 2012 vergebenen Drittmitteln war die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - wie bereits in den Jahren zuvor - der wichtigste Drittmittelgeber der Hochschulen im Land. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich ein moderater Anstieg von 0,5 Mill. Euro (+0,2 Prozent). Der Bund3) als zweitwichtigster Drittmittelgeber erhöhte seine Drittmittel im Jahr 2012 hingegen deutlich um 44,7 Mill. Euro (+24,3 Prozent) auf insgesamt gut 228 Mill. Euro. Dies entspricht einem Anteil von 28 Prozent an den Drittmitteln insgesamt.

1) Ohne Einnahmen vom Träger (Grundfinanzierung), vgl. auch den Hinweis am Ende der Pressemitteilung.

2) Staatliche und private Hochschulen einschließlich kirchlicher und sonstiger Hochschulen. Ohne Hochschulkliniken.

3) Einschließlich Bundesagentur für Arbeit.


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