Ebling: Mikrosystemtechnik ist Schlüsseltechnologie der Zukunft

"Die Mikrosystemtechnik zählt unbestritten zu den wichtigen Schlüsseltechnologien unserer Zeit. Wir nehmen sie nicht immer bewusst wahr, doch hat sie längst unseren Alltag erobert." Das unterstrich Wissenschafts- und Forschungsstaatssekretär Michael Ebling heute bei einem Besuch des Institut für Mikrotechnik Mainz (IMM) und verwies auf den Einsatz der Mikrosystemtechnik in der Hightech-Industrie, wie zum Beispiel in der Medizintechnik, aber auch in vielen Alltagsgegenständen wie Haushaltsgeräten, Handys oder Computern.

18.07.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Mit Einnahmen von voraussichtlich annährend 13 Millionen Euro im laufenden Jahr beweise das IMM, dass es auf diesem Zukunftsmarkt mittlerweile zur festen Größe und einer regelrechten Vorzeigeinstitution geworden sei, unterstrich Ebling. Die große, weit über das Land hinausreichende Bedeutung des Instituts spiegle sich in den vielen Industrie-, EU- und Bundesprojekten, die das IMM für sich gewinnen konnte und kann. Zusammengenommen machten diese Projekte etwa zwei Drittel der Einnahmen aus. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur unterstütze daher die Arbeit des IMM im laufenden Doppelhaushalt 2007/2008 mit insgesamt 10 Millionen Euro.

"Wie zukunftsweisend dieser Forschungszweig ist, zeigen zum Beispiel derzeit im IMM laufende Projekte zur Entwicklung miniaturisierter effizienter Reformer für Brennstoffzellen", so Ebling. Diese "Mini-Reaktoren" könnten aus Erdgas, Diesel oder Methanol Wasserstoff gewinnen und damit die eigentlichen Brennstoffzellen beliefern. Als Einsatzgebiete seien unter anderem tragbare Werkzeuge, Boote oder Wohnmobile denkbar. "Vor dem Hintergrund der Debatte über die Sicherung der künftigen Energieversorgung kommt solchen Projekten ein ganz besonderer Stellenwert zu", hielt der Staatssekretär fest.

Die Bedeutung des Instituts zeige sich allerdings nicht nur beim Blick auf zukunftsträchtige Forschungsthemen, auch zum Thema Fachkräftebedarf habe das IMM wichtige Beiträge erbracht und erbringe sie weiter. So bringe das Mainzer Institut regelmäßig hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hervor und bilde junge Nachwuchs- und Fachkräfte auf hohem Niveau aus. Seit seinem Bestehen seien auf diese Weise deutlich mehr als 1.000 Frauen und Männer qualifiziert worden. Zudem erfülle das IMM eine wichtige Scharnierfunktion zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Neben seiner Rolle als Motor im anwendungs- orientierten Wissenstransfer sei es auch Keimzelle für Unternehmensgründungen. "So sind aus ihm in den vergangenen Jahren rund 20 neue, innovative Unternehmen hervorgegangen, die mittlerweile mehr als 200 hochqualifizierte Frauen und Männer beschäftigen – die meisten davon im Bereich der Mikrosystemtechnik", lobte der Staatssekretär und ergänzte: "All dies sind Gründe für das Land, die Arbeit des IMM auch in Zukunft weiter zu unterstützen."


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